Höchster Berg der Schweiz
Richtige Antworten sind weder der Mont Blanc noch das Matterhorn.
Aber welcher Berg ist dann der höchste Gipfel der Schweiz?
Welcher ist höchster Berg der Schweiz? Die meisten wissen, dass der höchste Gipfel der Alpen, der 4810 Meter hohe Mont Blanc ist. Der steht allerdings auf der italienisch-französischen Grenze und hat dementsprechend mit der Schweiz nichts zu tun.
Und das weltberühmte Matterhorn, mit seinen 4478m.ü.M., gehört zwar zu den höchsten Bergen Europas, ist aber auch nicht höchster Berg der Schweiz.
Tipp: Die 15 höchsten Schweizer Gipfel liegen alle im Wallis.
Die Auswahl an möglichen Bergen über 4000 Höhenmeter ist groß. Die Schweiz besitzt unglaubliche 48 von insgesamt 82 4000er-Gipfeln im Land oder auf seinen Landesgrenzen.
Will man die Frage nach dem höchsten Berg der Schweiz korrekt beantworten, muss übrigens noch differenziert werden, ob der höchste Berg, der komplett auf Schweizer Staatsgebiet steht, gesucht wird oder aber der höchste Gipfel, der sich innerhalb der Landesgrenzen befindet.
Also gar nicht so einfach…..
Ich war selber noch auf keinem der höchsten Schweizer Berge und es reizt mich auch nicht aber auf der Ferne bewundert habe ich ihre Silhouetten schon tausend Mal…..
Hier findest Du alle Antworten auf die Frage nach dem höchsten Berg der Schweiz und Informationen zu den anderen hohen Gipfeln der Top 10 Rangliste höchster Berge des Landes.
Höchste Gipfel der Schweiz
Bei der Rangliste um den höchsten Berg der Schweiz gibt es verschiedene Optionen:
-höchster Berg, der komplett (inklusive Basis) in der Schweiz steht
-höchster Gipfel exklusive der Nebengipfel
-höchster Gipfel inklusive der Nebengipfel
Jede dieser Ranglisten würde nochmals ganz anderes aussehen, da z.B. das Monte Rosa Massiv alleine 3 Gipfel (einen Haupt- und 2 Nebengipfel) in den Top 5 platzieren würden.
Ich habe mich für eine Rangliste der Top 10 der höchsten Berge der Schweiz, ohne Nebengipfel entschieden. Auch betrachte ich nur die Lage des Gipfels und nicht wo die Basis des Berges steht.
Hier also, kurz und schmerzlos, die höchsten Hauptgipfel der Schweiz. Weiter unten findest Du zusätzliche Infos zu den einzelnen Bergen:
| Gipfelname | Lage in der Schweiz | Höhe |
| Dufourspitze | Monte Rosa Massiv im Wallis | 4643 |
| Dom | Mischabelgruppe im Wallis | 4545 |
| Liskamm | Walliser Alpen im Wallis und Aostatal, Italien | 4527 |
| Weisshorn | Walliser Alpen im Wallis | 4505 |
| Matterhorn | Walliser Alpen im Wallis und Aostatal, Italien | 4478 |
| Dent Blanche | Walliser Alpen im Wallis und Aostatal, Italien | 4357 |
| Grand Combin | Walliser Alpen im Wallis | 4314 |
| Finsteraarhorn | Berner Alpen im Wallis und Bern | 4274 |
| Zinalrothorn | Walliser Alpen im Wallis | 4221 |
| Alphubel | Allalingruppe im Wallis | 4206 |
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Dufourspitze
Mit 4643m.ü.M. ist die Dufourspitze, ohne Zweifel, der höchste Gipfel der Schweiz. Nach dem Mont Blanc ist sie auch unumstritten der zweithöchste Berg der Alpen und Westeuropas. Aber ist die Dufourspitze auch höchster Berg der Schweiz?
Der monumentale Riese gehört zum Monte Rosa Massiv, in den Walliser Alpen. Der Gipfel der Dufourspitze liegt jedoch nur 160m entfernt von der italienischen Grenze.
Und das ist das „Problem“: Große Teile des Berges liegen somit in Italien, wo er als Punta Dufour bekannt ist.
Interessant: Erst 1863 fand man heraus, dass der schweizerische Berg Gornerhorn und der italienische Cima Alta, ein und derselbe Gipfel waren. So wurde er, zu Ehren des Schweizer Generals und Kartografen Guillaume-Henri Dufour, einheitlich, nach ihm benannt.
Erstmals erklommen wurde der höchste Gipfel der Schweiz am 1. August 1855 von Charles Hudson, der 10 Jahre später, bei der Erstbesteigung des Matterhorns während des Abstiegs starb.
Heute ist die schweizerische Monte Rosa Hütte auf 2883m.ü.M. Ausgangspunkt für die Besteigung der Dufourspitze, über den Normalweg von Zermatt.
Höchster Gipfel der Schweiz: ja. Wer aber den höchsten, komplett in der Schweiz gelegenen Berg sucht, muss weiter gucken, denn das ist nicht die 4643m hohe Dufourspitze.
Dom
Der Dom ist mit 4545m.ü.M. der höchste Berg, der mit seiner kompletten Basis auf Schweizer Staatsgebiet liegt. Für manche ist er dementsprechend höchster Berg der Schweiz.
Wie die meisten 4000er-Gipfel der Alpen, liegt auch er in den Walliser Alpen. Der majestätische Berg gehört zur Mischabelgruppe, dem zweitgrößten Gebirgsmassiv der Schweiz.
Nach dem Mont Blanc und den Gipfeln des Monte Rosa Gebirgsmassiv (Dufourspitze, Nordend, Zumsteinspitze und Signalkuppe) ist der Dom der dritthöchste Gipfel der Alpen.
Benannt wurde der Dom vermutlich nach Joseph Anton Berchtold, dem Domherrn von Sion (dt. Sitten im Rhonetal), der die Mischabelgruppe 1833 als Erster vermaß.
Die Erstbesteigung erfolgte am 11. September 1858, die erste Skibesteigung gelang am 18. Juli 1917.
Gipfelstürmer starten heute über die Normalroute von Randa im Mattertal zur Domhütte, auf 2940m.ü.M. und von dort weiter zum Gipfel, des höchsten, freistehenden Berg der Schweiz.
Liskamm
Der Liskamm ist die Nummer 3 der höchsten Berge der Schweiz und liegt in den Walliser Alpen, auf der Grenze zwischen dem schweizerischen Wallis und dem italienischen Aostatal.
Östlich des Matterhorns gelegen verfügt der Liskamm sogar über zwei eigenständige Gipfel: Dem 4527m hohen Ostgipfel und dem etwa einen Kilometer entfernten, 4479 Meter hohen Westgipfel.
Der Aufstieg auf den Liskamm ist berühmt-berüchtigt: Es muss ein gewaltiger, 5km langer Grat mit stark verdichtete Schneeablagerungen überwunden werden, auf dem bereits Unmengen von Bergsteigern durch Wechtenbruch (stark verdichtete Schneeablagerung an Geländekanten) starben.
Die Erstbesteigung erfolgte am 19. August 1861.
Weisshorn
Der 4505m hohe Weisshorn ist der Hauptgipfel der Weisshorngruppe, die ebenfalls in den Walliser Alpen liegt. Seine pyramidenähnliche Form, aus drei scharfen Graten, lässt ihn dem berühmten Matterhorn sehr ähnlich sehen.
In diesen drei großen Wänden des Weisshorns ist der Fels oft brüchig, dementsprechend werden die stein- und eisschlaggefährdeten Flanken nur selten durchstiegen. Die Erstbesteigung erfolgte 19. August 1861 über den Ostgrat.
Anlässlich des 100. Geburtstages von Franz Lochmatter, der 1933 während des Abstiegs von der Weisshornspitze tödlich abstürzte, steht seit 1978, ein Metallkreuz auf die Spitze des Weisshorns.
Matterhorn
Das weltberühmte Matterhorn ist die Nummer 5 der höchsten Berge der Schweiz und Wahrzeichen des Landes. Ost-, Nord- und Westwand liegen in im Schweizerischen Wallis, die Südwand auf italienischem Staatsgebiet, im Aostatal.
In Italien heißt der Berg noch immer Monte Cervino. Die Schweizer benannten ihn 1682 in Matterhorn um, wahrscheinlich nach dem grasbewachsenen Tal rund um Zermatt, der sogenannten „Matte“.
Der leichteste Aufstieg, der Normalweg, erfolgt über die Hörnlihütte, oberhalb von Zermatt. Dieser Weg wurde auch bei der Erstbesteigung am 14. Juli 1865 gewählt, bei der vier der sieben Alpinisten auf dem Rückweg starben.
Dieses Ereignis veränderte die bis dahin sehr abgeschiedene Region für immer.
Jährlich machen sich mittlerweile Tausende Bergsteiger an den Gipfelsturm und das, obwohl bereits über 600 Menschen dabei tödlich verunglückt sind. Vor allem der Abstieg vom Matterhorn wurde und wird unterschätzt.
Wandertipp: Beim Wandern in Crans Montana, also auf der nördlichen Seite des Rhonetals, hast Du traumhafte Ausblicke auf alle 4000er der Walliser Alpen und bei gutem Wetter sogar bis zum Mont Blanc. Von dort hast Du alle der höchsten Schweizer Berge im Blick.
Dent Blanche
Die Dent Blanche ist mit 4357m.ü.M. die Nummer 6, der höchsten Berge der Schweiz und die Nummer 16, der höchsten Berge der Alpen. Die markante, freistehende Pyramide aus Gneis, liegt ca. 10km westlich von Zermatt, in den Walliser Alpen.
Lustig: Bei der Abschrift einer Karte ist einem Mönch wahrscheinlich, vor langer Zeit, ein Fehler passiert. Der Name Dent Blanche (dt. weisser Zahn) passt nämlich viel besser auf den benachbarten Berg Dent d’Hérens, der viel mehr weiße Firnflächen aufweist.
Die Erstbesteigung fand am 18. Juli 1862 über den noch heute am häufigsten genutzten Südgrat statt. Dieser Normalweg aus dem Talort Ferpècle im Val d’Hérens, ist heute allerdings etwas einfacher als damals.
Mit der Cabane de la Dent Blanche, auf 3500 Höhenmetern, gibt es eine Station zum Ausruhen und Übernachten, auf dem langen Grat.
Interessant: Über den Gipfel der Dent Blanche verläuft im Wallis die Sprachgrenze zwischen Französisch und Deutsch.
Finsteraarhorn
Die Nummer 8 der höchsten Schweizer Berge ist mit 4273m.ü.M. das Finsteraarhorn, der höchste Gipfel der Berner Alpen. Der markante Berg in Form einer Haifischflosse steht auf der Grenze der Kantone Bern und Wallis.
Das Finsteraarhorn ist im Vergleich zum berühmten Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau aus dem Tal nicht sichtbar und relativ schwer erreichbar, da es von Gletschern und hohen Bergen umgeben ist.
Unbewiesen und daher angezweifelt ist eine Erstbesteigung im Jahr 1812. Bestätigt ist hingegen die Bezwingung des Gipfels am 10. August 1829, ausgehend vom Grimselpass, der heutigen Normalroute auf den Berg.
Zinalrothorn
Das Zinalrothorn in den Walliser Alpen hat drei scharfen Felskanten, über die man den 4221m hohen Gipfel erreichen kann.
Der Felszahn aus solidem Gneis gilt als eine der schönsten Kletterrouten auf wallisische Viertausender und ist dementsprechend beliebt bei Alpinisten.
Die Erstbesteigung erfolgte 22. August 1864 über den Nordgrat. Der heutige Normalweg startet in Zermatt, vorbei an der Trifthütte und der Rothornhütte, über den Südostgrat.
Seinen Namen erhielt der Berg, um ihn von anderen Gipfeln unterscheiden zu können. Rund um Zermatt gab es Zermatt viele Rothörner und so hat man diesem Gipfel den Ortsnamen „Zinal“ vorangesetzt.
Alphubel
Der letzte Gipfel auf der Top 10 höchster Berge der Schweiz ist der 4206m hohe Alphubel, wie viele seiner Vorgänger, ebenfalls in den Walliser Alpen gelegen.
Der flache, etwa einen Kilometer lange Gipfelkamm ist auf der Ostseite vollkommen vergletschert, auf der Westseite, ins Mattertal hin jedoch fällt er in beeindruckenden Felskaskaden und Felsgraten in die Tiefe.
Die Erstbesteigung erfolgte am 9. August 1860 über den Südostgrat. Die Aufstiege von beiden Talorten, Saas-Fee und Täsch sind ähnlich schwer und lang.
Wobei die Route ab Saas-Fee inklusive Lift als Normalroute gilt und alle, die ohne Hilfsmittel aufsteigen wollen, ab Täsch über die bekanntere Route klettern.
FAQ’s zu den höchsten Bergen in der Schweiz
Wie hoch ist der höchste Berg in der Schweiz?
Mit 4634m.ü.M. ist die Dufourspitze der höchste Berg der Schweiz. Nach dem Mont Blanc ist sie die der zweithöchste Gipfel der Alpen.
Wo liegt der höchste Berg in der Schweiz?
Der mit 4634m.ü.M. höchste Berg der Schweiz ist die Dufourspitze im Monte Rosa Massiv. Dieses ausgedehnte Gebirgsmassiv in den Walliser Alpen liegt auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz.
Was sind die drei höchsten Berge in der Schweiz?
Höchster Berg in der Schweiz ist die Dufourspitze mit 4634m.ü.M., gefolgt vom Dom mit 4545m.ü.M und dem Liskamm mit 4527m auf Platz 3.
Welcher Gipfel ist höher das Matterhorn oder die Jungfrau?
Das Matterhorn hat eine Höhe von 4478m.ü.M. und ist die Nummer 5 auf der Liste höchster Berge der Schweiz. Die Jungfrau hat „nur“ 4158m und ist somit 320m kleiner als das Matterhorn.
Wie viele Berge über 4000 Meter gibt es in der Schweiz?
In der Schweiz liegen 48 Gipfel, von insgesamt 82 Alpengipfel, die höher als 4000 Meter sind. 41 dieser Schweizer Viertausender liegen in den Walliser Alpen, 22 davon komplett auf Schweizer Staatsgebiet.
Welcher 4000er ist leicht zu besteigen?
Das Breithorn ist der am einfachsten zu besteigende 4000er in den Alpen. Das liegt daran, dass man mit der Gondel aus Zermatt bis zum Klein Matterhorn auf 3883m.ü.M. fahren kann und es von dort nur noch 350 Höhenmeter bis zum Gipfel des 4164m hohen Breithorn sind.
Welcher Berg in der Schweiz ist 4107m hoch?
Der Mönch in den Berner Alpen ist 4107m hoch. Bekannt und beliebtes Fotomotiv von Grindelwald aus ist er, als markantes „Dreigestirn“ mit den Gipfeln von Eiger und Jungfrau.
Welcher Kanton hat die höchsten Berge?
Das Wallis hat insgesamt 22 Gipfel über 4000m, die komplett auf Schweizer Staatsgebiet stehen und ist somit der Kanton mit den höchsten Bergen. 16 weitere 4000er-Gipfel stehen auf der Grenze zwischen dem Wallis und Italien.
Wer ist der höchste Berg in Europa?
Wer das Hochgebirge des Kaukasus in Russland zu Europa zählt, für den ist der Elbrus mit 5642m.ü.M. höchster Berg Europas. Für alle anderen ist der Mont Blanc mit 4478m.ü.M. höchster Gipfel des Kontinents.