Hotel Waldhaus auf der Bettmeralp
Meine Unterkunfts-Empfehlung in der Aletsch Arena
Eigentlich schreibe ich keine Hotelbewertungen oder -empfehlungen aber in diesem Fall war ich so begeistert, dass mir keine andere Wahl blieb.
Hoch oben in der Aletsch Arena, mitten im autofreien Dorf Bettmeralp auf fast 2.000 Metern, habe ich vier Tage lang im Hotel Waldhaus verbracht und genau das gefunden, was ich gebraucht habe: Ruhe, klare Luft und ein Ort zum Ankommen.
Nach einer intensiven Reise mit dem Nachtzug wollte ich einfach nur ankommen in eine Umgebung, wo man morgens mit Blick auf die Berge aufwacht und abends nur noch die Wanderschuhe auszieht und loslässt.
Die Unterkunft habe ich nicht selbst ausgesucht, sondern wurde im Rahmen einer Kooperation dort untergebracht und selten hat jemand so gut für mich entschieden.
Das Hotel Waldhaus war für meine Touren durch die Aletsch Arena der perfekte Ausgangspunkt: unkompliziert, herzlich, bodenständig und mit einer Atmosphäre, in der man sich einfach willkommen fühlt.
In diesem Artikel nehme ich Dich mit in meinen Aufenthalt und zeige Dir, warum genau dieses Hotel vielleicht auch für Dich ein perfekter Rückzugsort sein könnte.
Überblick über das Hotel Waldhaus auf der Bettmeralp
Das Hotel Waldhaus ist ein klassisches Alpenhotel ohne Schnick Schnack aber mit viel Liebe zum Detail: ruhig und bodenständig. Es ist kein Ort für Party, dafür ein guter Ort, wenn Du Dich nach dem Wandern einfach wohlfühlen willst.
Die Stimmung während meines Aufenthaltes angenehm unaufgeregt und familiär. Paare, Familien, und auch Leute, die alleine unterwegs waren. Genau die Mischung, die ich mag: Man grüßt sich, aber niemand hängt dir am Ärmel.
Lage auf der autofreien Bettmeralp
Die Lage hat mir gerade bei der Ankunft und Abreise wirklich geholfen. Direkt neben der Bettmeralp Gondel brauchte ich weder eines der Schnee-Taxis bezahlen um meinen Koffer die 2 Minuten zum Hotel zu tragen. Es geht nur ein paar Schritte berghoch, und dann ist man schon da.
Auch für die täglichen Ausflüge ist die aussichtsreiche Lage mit tollen Blicken auf das Dorf und das Fieschertal ideal. Die Gondel vor der Tür und auch das Zentrum des Ortes mit Geschäften und der Kapelle Maria zum Schnee sind nur ein paar Gehminuten entfernt.
Autofrei klingt erstmal wie ein Werbesatz, oben fühlt es sich aber echt anders an. Am Morgen hörst du eher Schritte im Schnee oder auf dem Kies, und abends wird’s schnell leise.
Die wenigen Schneemobile fahren von der Gondel meist nur in Richtung Ortszentrum und nicht in Richtung Hotel.
Check-in, Service und Stimmung, so lief es bei mir
Der Check-in war bei mir unkompliziert. Ich war müde von der Anreise im Nachtzug, hatte kaum geschlafen und wollte eigentlich nur noch aufs Zimmer, genau das hat geklappt. Es war erst 10 Uhr und trotzdem durfte ich bereits aufs Zimmer, da dieses am Vorabend nicht belegt war.
Bei Fragen zu Wegen und zur Orientierung im Dorf gab’s jederzeit hilfreiche Antworten. Kein großer Wander-Concierge, aber solide Unterstützung, wenn man kurz was wissen will.
Auch am Abreisetag durfte ich länger im Zimmer bleiben, da dieses nicht belegt war. Nur kurz nachfragen und es war kein Problem. Dafür war ich wirklich so dankbar.
Alternativ hätte ich mein Gepäck im auch im Kaminzimmer lagern und dort gemütlich verweilen können, aber natürlich war die Zimmer-Option viel besser.
Zimmer und Ausstattung
Ich bewerte ein Hotelzimmer in den Bergen nach einem einfachen Prinzip: Ist es ein guter Ort, um nach einer langen Tour wieder Mensch zu werden? Schlaf, Wärme, Dusche, Platz für Kram, und eine Ecke, wo nasse Sachen nicht das ganze Zimmer übernehmen. Alles da!
Mein gemütliches Doppelzimmer „Bettmeralpblick“ im Hotel Waldhaus hat diesen Test insgesamt mit Bravur bestanden. Ich hatte genug Platz für Rucksack und Koffer im offenen Schrank und hatte trotzdem noch genug zusätzlichen Stauraum.
Steckdosen gab es auch mehr als genug: am Bett, am Schreibtisch und natürlich im Bad. Allerdings musste ich für meinen Laptop einen Adapter nutzen, da diese nur kleine, dreier Stecker waren.
Außerdem gab es viele, kleine liebevolle Details, die das Ambiente noch wohnlicher gemacht haben. Mein modern und doch rustikal ausgestattetes Zimmer hatte einen Balkon mit traumhaftem Blick auf das Dorf. Einfach nur toll, mit diesem Blick aufzuwachen und ins Bett zu gehen.
Zimmerservice gab es sogar 2x täglich: das „normale“ Saubermachen am Vormittag und während ich beim Abendessen war, wurde mein Bett nochmals aufgeschlagen und ein kleines Schokolädchen platziert.
Schlafen und Erholen nach langen Touren (Bett, Licht, Lärm)
Nach den Wanderungen hab ich so gut geschlafen. Die Matratze war weder zu weich, noch zu hart, sondern eine gute Mitte.
Auch war es nachts wunderbar ruhig, und das ist in einem Ferienort nicht selbstverständlich. Ich bin da empfindlich, wenn Türen knallen oder Flurgeräusche durchkommen.
Praktisch fand ich, dass ich das Zimmer komplett abdunkeln konnte, da draussen atmosphärisches Licht am Balkon platziert war.
Nachdem es am Anreisetag ein kurzer Problem mit dem WLAN gab, (mir wurde zur Überbrückung ein Hotspot angeboten) war die Verbindung nach der Reparatur einwandfrei. Ich konnte abends selbst streamen und immer eine Folge meiner Lieblingssendung gucken.
Sonstige Infos zum Hotel Waldhaus
Für Schlecht-Wetter-Tage oder auch zur Erholung nach den Wintererlebnissen in der Aletsch Arena gibt es im Haus noch eine Sauna, die normalerweise jeden Tag am Nachmittag angemacht wird.
Im Kaminzimmer stehen eine Unmenge von Büchern, so dass man hier auch wunderbar, vor dem Kamin entspannen und einen Tee trinken kann.
Für die Skifahrer im Winter auf der Aletsch Arena gibt es auch einen Ski- & Trockenraum. Den habe ich als Winterwanderer jedoch nicht genutzt.
Mein Lieblingsplatz war aber die Sonnenterrasse. Ab Mittags hat es hier Sonne und die Liegestühle mit Blick auf die 4000er der anderen Talseite ist einfach total entspannend.
Essen (Frühstück, Mittag und Abendessen)
Für mich ist Hotel-Essen immer super wichtig, vor allem das Frühstück. Wenn das gut und reichhaltig ist, kann ein Tag für mich nicht besser starten. Und was soll ich sagen: einfach super.
Große Auswahl an frischem Brot, viele Marmeladen, toller schweizer Käse und eine Station an der man sich Eier und Speck zubereiten konnte. Sogar Sekt stand bereit aber das ist morgens eher nicht so mein Ding.
Außerdem noch Müsli, frisches Obst und und und. Auch vegane Optionen standen auf dem Buffet bereit. Ich bin mehr als satt geworden.
Mittagessen
Am Abreisetag habe ich auch die verkleinerte Mittagskarte probiert und den „best Kaiserschmarrn in town“ getestet. War wirklich gut.
Abendessen / Halbpension
Abends war für mich die Halbpension gebucht und ich bin wirklich froh, dass ich bei den winterlichen Temperaturen nicht mehr vor die Tür musste.
Wer diese nicht vorab bucht, kann sich am Morgen bis 11 Uhr dafür anmelden.
Es gab jeweils 4, wirklich leckere Gänge. Man hat sofort gemerkt, dass hier mit Liebe gekocht wurde. Einer der Gänge war immer das Salatbuffet, welches ich meist ausgelassen habe, da mir das sonst zu viel gewesen wäre.
Wer sollte hier wohnen (und wer nicht?)
Das Hotel Waldhaus ist ideal für alle, die Ruhe, Natur und persönliche Atmosphäre schätzen. Wer nach einem Tag auf den Wanderwegen oder Pisten einfach abschalten will, ohne Hotelkette-Feeling oder überladenes Entertainmentprogramm, wird sich hier sofort wohlfühlen.
Besonders geeignet ist es für Paare, Alleinreisende oder Familien, die bewusst die autofreie Lage und den direkten Zugang zu Naturwegen suchen.
Weniger passend ist das Hotel vielleicht für Reisende, die Wert auf Luxus und große Spa-Welten legen. Genauso wenig geeignet ist das Hotel Waldhaus für Menschen, die auf der Suche nach Après-Ski und Nachtleben sind. Hier geht’s eher um Entschleunigung als ums Feiern.
Warum auf der Bettmeralp wohnen
Die Bettmeralp ist der größte der drei Orte in der Aletsch Arena und in der Mitte gelegen. Dementsprechend kommst Du von hier gut überall hin.
Du hast die Gondelanbindung ins Tal (sogar bis spät in die Nacht), sowie zum Aletschgletscher Aussichtspunkt Bettmerhorn. Zu Fuß hast Du außerdem Möglichkeiten über schöne Wege in die Nachbardörfer zu wandern.
Im Sommer über den Aletschpanoramaweg, direkt am Gletscher, und im Winter über den breiten, gut präparierten Winterwanderweg, der die Fiescheralp via der Betteralp mit der Riederalp verbindet.
Fazit nach 4 Tagen im Hotel Waldhaus Bettmeralp
Für mich war das Hotel Waldhaus auf der Bettmeralp einfach die perfekte Basis. Die größten Pluspunkte waren die Lage im autofreien Ort und das gute Gefühl, nach der Tour einfach schnell „zu Hause“ zu sein.
Würd ich wiederkommen? Ja, jederzeit, ob Sommer oder Winter ist das familiengeführte 3-Sterne-Hotel einfach ein toller Ort um nach einem Tag am Aletschgletscher in toller Atmosphäre zu entspannen.
Offenlegung: Diesen Artikel konnte ich schreiben, da ich von der Aletsch Arena eingeladen wurde. Meine Meinung wurde in keinster Weise dadurch beeinflusst, noch wurden mir irgendwelche Vorgaben zur Berichterstattung gemacht. Vielen Dank dafür!