Wandertipps
einfache Verhaltensregeln beim Wandern
Wandertipps oder auch das Einhalten und Respektieren einiger einfacher Verhaltensregeln beim Wandern und unausgesprochener Richtlinien macht nicht nur Dein Wandererlebnis schöner.
Es unterstützt ein friedliches Zusammenleben mit Natur, Wildtieren, Einheimischen und anderen Wanderern. Hier findest Du die 5 wichtigsten Wandertipps.
Leave No Trace
Dieser erste meiner Wandertipps versteht sich eigentlich von selbst. Jeder, der wandert, möchte doch die Natur in ihrer schönsten und reinste Weise genießen. Daher möchte man dort nichts finden, was dort nicht hingehört.
Eine unausgesprochene Verhaltensregel beim Wandern besagt aus diesem Grund: Was Du mit auf den Berg nimmst, bringst Du auch wieder mit runter!
Nimm also Deinen gesamten Müll, den Du möglicherweise dabei oder während der Wanderung produziert hast, wieder mit zurück.
Das inkludiert Hundekot sowie Taschentücher und auch Essensreste Deines Wanderproviants. Nicht heimischen Lebensmittel oder Gegenstände sind nicht gut verträglich für die Tiere und für die Natur schwer zu kompostieren, selbst biologisch abbaubare.
Info: Hier eine kurze Auflistung, wie lange welcher Müll ungefähr braucht, bis er an Land verrottet:
– Zigarettenstummel: 1-5 Jahre
– Taschentuch: 2-4 Wochen
– Plastikflasche: 450 Jahre
– Getränkedose: 200 Jahre
– Glasflasche: unbestimmt
⇨ Hier geht’s zur Verrottungstabelle

Bleib auf dem Weg / nicht abkürzen
Das Querfeldein Wandern, abseits der Wanderwege, mag abenteuerlicher und aufregender sein, aber die Natur wird uns nicht dafür danken.
Angelegte Wanderwege und -pfade führen uns zu wunderschönen Orten und wir schaden der natürlichen Umgebung nur, wenn wir anfangen, unsere eigenen Wege dorthin zu gehen.
Geht einer vor, folgt automatisch der nächste, der in Fußspuren einen Pfad erkennen will. Diese „neuen“ Wege zerstören den dort ansässigen Pflanzenbestand und zwingen eventuell Waldtiere ihre Nist- und Rastplätze zu wechseln.
Neben Witterungseinflüssen tragen Abkürzungen auch zur Bodenerosion bei, vor allem beim Verkürzen von Serpentinen.

Vermeide Lärm
Sei beim Wandern nicht unnötig laut und schalte den Handy-Modus „lautlos“. Der Klang der Natur ist nicht zu hören, wenn Menschen laut sind oder gar schreien oder beim Wandern laute Musik hören. Es ist nicht nur für andere unangenehm, sondern auch für wildlebende Tiere.
Wildtiere nicht füttern oder stören
Die meisten Wild- und Waldtiere sind schüchtern und bleiben für unsere Augen versteckt. Aber solltest Du das Glück haben, dass sich Tiere nähern, dann füttere diese bitte nicht. Unsere Nahrung stört ihre natürlichen Nahrungsgewohnheiten.
Halte Abstand und umgehe grasende Tiere in einigem Abstand. Abhängig von den Jahreszeiten können spezielle Bereiche zum Schutz der Natur und der Tierwelt gesperrt sein.

Wanderer vs Wanderer
Wandern liegt voll im Trend! Dementsprechend werden die Berge und Wälder immer voller. Hier ein paar einfache und leicht umsetzbare Wandertipps und Verhaltensrichtlinien, die uns allen helfen, das Wandern am Berg so schön und stressfrei für alle wie möglich zu gestalten:
- Wanderer, die Berghoch laufen, haben Vorfahrt. Wer bergab geht, macht dem Gegenverkehr Platz.
- Wer Pause machen möchte, um sich auszuruhen oder zu reden, soll dies unbedingt tun, aber nicht mitten auf dem Weg. Geh auf die Seite und mach den Weg für andere frei, während Du Pause machst
- Lass schnellere Wanderer vor
- Wer mit Hund unterwegs ist, sollte diesen spätestens an die Leine nehmen, wenn andere Wanderer, vor allem mit kleinen Kindern in der Nähe sind
- Grüße anderer Wanderer freundlich in der jeweiligen Landessprache