In diesem Artikel können sich Werbe-Links befinden. Wenn Du etwas über diesen Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass Du mehr bezahlen musst. Weitere Informationen hierzu findest Du in der Datenschutzerklärung.

Viamala Schlucht Wanderung
Auf der Veia Travsersina von Thusis über den Traversinasteg bis zur Hängebrücke Punt da Suransuns

Für mich war die Wanderung durch die Viamala Schlucht wirklich eines der unvergesslichsten Wandererlebnis in Graubünden.

Lag wahrscheinlich an den vielen, verschiedenen Highlights der Schluchtenwanderung: Von der, über der Viamala-Schlucht thronenden Burganlage Hohen Rätien, über das „verlorene Loch, bis zur Schlucht selbst mit ihren bis zu 300m hohen Felswänden.

Ach ja: die Hängebrücken Punt da Suransuns und den Traversinasteg gab es auch noch.

Lies hier, warum diese Tour zu meinen Favoriten gehört, was Du bei der Planung beachten solltest und welche weiteren Wanderungen sich mit der Viamala-Schlucht kombinieren lassen.

Beschreibung: Viamala Schlucht Wanderung

Von Thusis zum Verlorenen Loch

Das Dorf Thusis liegt am nördlichen Eingang der Viamala Schlucht. Wir starten unsere Wanderung auf dem Parkplatz Marktwiesenstrasse, am südlichen Ende des Dorfes.

Der gut ausgeschilderte Wanderweg führt uns erst noch über ein paar grössere Kreisverkehre und Strassen. Dann können wir einen ersten Blick in die berühmte Schlucht und auf den Hinterrhein werfen. Jetzt schon sehr beeindruckend!

Hinter der Brücke über den Fluss geht der Wanderweg in Richtung Burg Hohenrätien ab. Wir wollen eigentlich ab hier auf der linken Schluchtseite in die Viamala Schlucht wandern. Doch ein Schild an dieser Abzweigung mit der Aufschrift „Wanderweg gesperrt“ hält uns ab.

Es wäre natürlich schön zu wissen, warum wir den Pfad zur Burg Hohenrätien nicht nehmen sollen und ab wo dieser gesperrt ist….. Aber diese Information fehlt leider.

Nun gut, es gibt ja Alternativen: Wir gehen das Stück an der Strasse und über die Brücke zurück und schlagen den Weg auf der rechten Schluchtseite ein. Die Wegweiser weisen nun Richtung „verlorenes Loch“. Hört sich doch auch spannend an!

Spoiler: Am Ende bin ich froh, dass wir „gezwungen“ wurden auf der anderen Schluchtseite zu wandern, die hätten wir sonst verpasst.

Jan auf dem Wanderweg von Thusis zum Verlorenen Loch, am Eingang der Viamala Schlucht in Richtung Traversinasteg
Wanderweg von Thusis zum Verlorenen Loch

Vom Verlorenen Loch zum Besucherzentrum Viamala Schlucht

Die asphaltierte Strasse, rechts des Hinterrhein, führt uns langsam steigend vom Thusis weg. Die alte Kommerzialstraße von 1823 machte damals die Via Mala postkutschentauglich und gilt heute als historisches Baudenkmal.

Wir fragen uns anfangs noch, warum uns keine Autos oder Motorräder entgegenkommen. Ein Fahrverbotsschild war uns nicht aufgefallen und die kleine Baustelle, gleich hinter der ersten Kurve, wäre leicht umfahrbar.

Nach ungefähr 30 min wird uns langsam klar, warum wir die steilen Felsen und schönen Ausblicke auf den Fluss ohne störenden Fahrlärm geniessen können: es tun sich grosse Risse durch Felsstürze und Strassenabbrüche auf. Für Autos wäre hier kein Durchkommen.

Wanderweg von Thusis zum Verlorenen Loch, am Eingang der Viamala Schlucht in Richtung Traversinasteg
Wanderweg von Thusis zum Verlorenen Loch

Dass dies bis in die sechziger Jahre die Hauptverkehrsader gewesen sein soll, kann man sich jetzt und heute wirklich schwer vorstellen. Nun wird auch vor Felssturz gewarnt und am Straßenrand liegen haufenweise heruntergefallene Felsbrocken.

Wir gehen an gefährlich aussehenden Teilstücken dann doch etwas schneller vorbei. Man weiß ja nie, ob oder wann hier wieder etwas runterkommt.

Nun passieren wir auch die spektakulärste Passage dieser ehemaligen Hauptstrasse, das „Verlorene Loch“. Tunnel wurden hier damals in den Fels geschlagen, um den Verkehr dieser 3 Meter breiten Strasse über den Splügenpass zu lenken.

Graubünden wollte mit diesem Grossprojekt ab 1818 der drohenden Konkurrenz durch den Brenner- und den Gotthardpass entgegentreten.

Wanderweg von Thusis zum Verlorenen Loch, am Eingang der Viamala Schlucht in Richtung Traversinasteg
Das Verlorenen Loch

Nicht weit dahinter wieder eine Baustelle und wir stehen am Dorfende, oder -anfang von Rongellen. Die Autos kommen aus dem Tunnel, rechts von uns geschossen und es wird wieder laut. Nun müssen wir leider ein Stück an der Hauptverkehrsstraße entlang.

Nach ein paar Minuten führt uns der Wanderweg dann endlich wieder in Richtung Schlucht zurück. Es geht bergab und wir überqueren den an dieser Stelle nicht wirklich breiten oder tiefen Hinterrhein.

Entlang des Flusslaufs verläuft der erst noch breite Wanderweg. Dann geht es, doch sehr unverhofft, auf einen kleinen Pfad und steil nach oben. Der ansteigende Pfad verläuft weiterhin parallel dem Fluss unter uns.

Auf einem kurzen, ebenen Wegstück, nach ca. 10 min Aufstieg, haben wir eine wunderschöne Sicht in Richtung Thusis und können die Viamala Schlucht nun auch endlich von weit oben betrachten.

Wieder abwärts steigend, stehen wir kurze Zeit später direkt vor dem Besucherzentrum der Viamala Schlucht und mitten in einer Großbaustelle.

Baustelle in der Viamala Schlucht vor dem Besucherzentrum, auf der Landstrasse nach Thusis
Baustelle in der Viamala Schlucht vor dem Besucherzentrum

Viamala Schlucht Strasse

Leider hatten wir uns vorab nicht wirklich informiert und sind dementsprechend überrascht und auch enttäuscht. Vom Wanderweg fallen wir praktisch auf die Grossbaustelle, die von 2019 – Ende 2023 in der Viamala Schlucht bestand.

Die Instandsetzung der historischen Viamala Strasse sowie die Erneuerung der Brücken, Galerien und Stützmauern gesamtheitlich sind abgeschlossen.

Du wirst als mehr Glück haben als wir, für uns sind die historischen Brücken über die Schlucht wegen der Arbeiten verpackt und leider nicht sichtbar. Wirklich sehr schade!

Linda und Jan in der Viamala Schlucht von Thusis vor dem Besucherzentrum, vor dem Grand Tour of Switzerland Fotospot
Grand Tour of Switzerland Fotospot in der Viamala Schlucht

Besucherzentrum Viamala Schlucht

Durch das Besucherzentrum im Herzen der Viamala Schlucht kann man über 359 Treppenstufen zum Zentrum der atemberaubenden Schlucht hinabsteigen.

Öffnungszeiten des Viamala Schlucht Besucherzentrums:
Von Anfang April bis Ende Oktober kann man zum Boden der Schlucht hinab steigen. Während der Wintersaison (November bis März) bleibt die Viamala Schlucht aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Eintrittspreis für den Besuch der Viamala Schlucht:
Preis pro Erwachsener ist CHF 8.00 / Kinder kosten CHF 5.00

Zu unserer Freude entdecken wir auf dem kleinen Parkplatz neben dem Zentrum einen Fotostopp der Grand Tour of Switzerland.

Hinterrhein in der Viamala Schlucht
Der Hinterrhein in der Viamala Schlucht

Vom Besucherzentrum zur Hängebrücke Punt da Suransuns

Aufgrund der Baustelle wird ab dem Besucherzentrum auch der Wanderweg umgeleitet. Dieser führt uns rechts an der Außenseite der leider komplett verpackten Brücke auf die andere Schluchtseite.

Auch wenn wir die wunderschöne, alte Steinbrücke nicht bewundern können, bleibt uns der Blick von dieser in das Schluchtzentrum. Zwischen den 300 m hohen Felswänden bahnt sich das eisblaue Wasser seinen Weg. Absolut beeindruckend!

Auf der anderen Brückenseite sind in 2 Baucontainern ein paar nützliche Informationen über die Schlucht, deren Geschichte zu finden. Ein paar Schritte entlang der Straße führt uns die Wanderwegumleitung per Eisenstufen erst auf einen kleinen Hügel hoch und auf der anderen Seite gleich wieder runter.

Nach einer letzten Überquerung der Straße geht es bergab und durch den Wald auf den Hinterrhein zu. Nach ca. 20 min erreichen wir die Hängebrücke Punt da Suransuns.

Hängebrücke Punt da Suransuns über den Hinterrhein in der Viamala Schlucht, auf der Wanderung von Thusis Richtung Traversinasteg
Hängebrücke Punt da Suransuns
Jan steht vor der Hängebrücke Punt da Suransuns über den Hinterrhein in der Viamala Schlucht, auf der Wanderung von Thusis Richtung Traversinasteg
Hängebrücke Punt da Suransuns

An dieser Stelle kann man das türkisblaue Wasser dicht an seiner Oberfläche überqueren. Es ist hier richtig ruhig, im Vergleich zu anderen Teilen der Schlucht, an denen man den Straßenverkehr hört.

Hoch über uns überquert an dieser Stelle auch die viel befahrene Nationalstraßenbrücke die Viamala Schlucht.

Dieser Ort ist ideal für eine Mittagspause. Im Sommer kann man sich über die Steine oder den kleinen Strand auch im Fluss erfrischen.

Jan macht Mittagspause vor der Hängebrücke Punt da Suransuns über den Hinterrhein auf unserer Viamala Schlucht Wanderung von Thusis Richtung Traversinasteg
Pause in der Viamala Schlucht

Hängebrücke Punt da Suransuns – Hängebrücke Traversinersteg

Nach einer ausgiebigen Pause in der Sonne, direkt am Wasser, gehen wir auf demselben Weg zurück zum Besucherzentrum der Viamala Schlucht. Hier wollen wir nochmals die Wanderkarte studieren und überlegen, wie wir zurücklaufen, ohne unseren Hinweg doppelt zu wandern.

Wir stehen keine 2 Minuten vor der Karte, da fragt uns ein sehr freundlicher Mitarbeiter des Besucherzentrums, ob er helfen könne.

Wir schildern unser Problem und das wir aufgrund der Wegsperrung, die hier etwas konkreter angeschlagen ist, nicht genau wissen wie wir nach Thusis zurückwandern sollen.

Nach einem kritischen Blick auf uns, unsere Schuhe und unsere Ausrüstung teilt er uns mit, dass der Wanderweg hinter dem Traversinersteg zwar wegen Bergsturz gesperrt sei aber jede(r) für sich selbst entscheiden müsse, ob der Weg begehbar oder zu gefährlich ist.

Wir interpretieren in diese Aussage hinein, dass wir uns diesen Bergsturz wohl mal aus der Nähe angucken sollten! Gesagt, getan.

Noch ein kleines Stück müssen wir denselben Wanderweg, den wir bereits hergelaufen sind, wieder zurück. Kurz bevor wir den Hinterrhein wieder überqueren müssten, kommt die entscheidende Weggabelung Richtung Traversinersteg und Thusis.

Auch hier nochmals mit dem Hinweis auf die Wegsperrung. An dieser Weggabelung stehen bereits ein paar andere, unschlüssige Wanderer und beratschlagen.

Wir haben uns bereits entschieden und wandern auf dem breiten Forstweg weiter, entlang der Schlucht, Richtung der Hängebrücke. Umkehren können wir immer noch, sagen wir uns.

Ein paar Minuten später, biegen wir nach rechts auf einen kleinen Pfad ab und folgen diesem, sanft den Berg hoch. Ein paar Minuten später stehen wir vor der beeindruckenden Hängebrücke.

Eigentlich ist diese eher eine Treppe als eine Brücke: 176 kleinen Stufen überwinden hier 22 Höhenmeter. 2005 wurde dieser 62 m lange Traversinersteg (richtiger Name eigentlich Traversiner II) neu gebaut.

Sein Vorgänger wurde 1999, nur 3 Jahren nach seiner Inbetriebnahme, durch einen Erdrutsch komplett zerstört. Der ursprüngliche Standort war 70 m weiter unten Richtung Schlucht, doch dieser Platz war für eine neue Brücke als zu unsicher eingestuft worden.

Linda steht auf der hölzernen Hängebrücke Traversinasteg in der Viamala Schlucht, auf dem Wanderweg nach Thusis
Hängebrücke Traversinasteg
Jan wandert über die holzerne Hängebrücke Traversinasteg in der Viamala Schlucht, auf dem Wanderweg nach Thusis
Hängebrücke Traversinasteg

Über die Hängebrücke Traversinersteg zur Burg Hohenrätien

Auf der anderen Seite der schönen Treppen-Hängebrücke führt der Pfad weiter am Berghang entlang, in Richtung Thusis. Wir erwarten nun jederzeit den Bergsturz und die angekündigte Wegsperrung.

Wunderschön haben wir zwischen den Bäumen immer wieder eine hervorragende Sicht in die Viamala Schlucht unter uns.

Dann müssen wir in einer Kurve über etwas Geröll auf die andere Seite steigen. Doch durch viele Vorgänger auf diesem schönen Bergpfad ist die Überquerung recht einfach. Selbes Spiel, eine Kurve später.

Es stehen uns keine weiteren Hindernisse im Weg und wir können diesen traumhaft schönen, schmalen Pfad einfach nur genießen. Auf gleichbleibender Höhe führt dieser weiter am Berghang entlang Richtung Thusis.

Plötzlich wird der Wanderweg breiter und wir stehen auf einem sonnigen Plateau. Vor uns die wunderschöne, große Wiese der ehemaligen Kapelle von Sant Albin. Diese ist heute nur eine Ruine und als Kapelle eigentlich nicht erkennbar.

Burg Hohenrätien über Thusis am Eingang der Viamala Schlucht, auf dem Wanderweg zum Traversinasteg
Blick auf die Burg Hohenrätien

Parallel dem Zaun der Grundstücksgrenze führt der Weg weiter in Richtung Burg Hohenrätien. Wir stoßen auf einen breiten Hauptweg und halten uns links. Hinter der nächsten Kurve erscheint das imposante Plateau mit der Kirche St. Johann & Viktor und der Burgruine auf dem Hügel vor uns.

Über den breiten Forstweg geht es bis zum Fuß des Hügels, von wo aus der Weg auf das sonnige Burgplateau führt.

Burg Hohenrätien über Thusis am Eingang der Viamala Schlucht, auf dem Wanderweg zum Traversinasteg
Eingang zur Burg Hohenrätien

Von der Burg Hohenrätien zurück nach Thusis

Die weitläufige Burganlage liegt auf dem mächtigen Felskopf des Crap Sogn Gion, oberhalb von Thusis, mit beeindruckendem Weitblick in alle Richtungen.

Auf 946 über dem Meeresspiegel wird das Plateau auf 3 Seiten durch senkrecht abfallende Felswände geschützt.

Die größte Burganlage Graubündens gehört der Familienstiftung von Jecklin. Das Gelände ist ganzjährig von 09.00h bis 20.00h zu einem Eintrittspreis von CHF 5.00 zugänglich.

Die Gebäude Kirche St. Johann & Viktor, und Hoch Rialt sind nur von März-Oktober für einen Besuch geöffnet.

Unterhalb der Burg Hohenrätien über Thusis am Eingang der Viamala Schlucht, auf dem Wanderweg zum Traversinasteg
Unterhalb der Burg Hohenrätien

Vom Fuß des Burghügels führt der schmale Wanderweg durch den Wald und den Berg hinunter, nach Thusis.

Nach nur ungefähr 20 Gehminuten stehen wir wieder auf der Strasse und an der Weggabelung, an welcher wir am Beginn der Wanderung entschieden haben, aufgrund der Wegsperrung anders zu laufen.

Ein letzter Blick auf den Hinterrhein und den Nordeingang der Viamala Schlucht beim Überqueren der Brücke, bevor wir 5 Minuten später wieder auf dem Parkplatz am Dorfende von Thusis angekommen sind.


Wanderdetails: Viamala Schlucht Wanderung

Start- & Endpunkt: Parkplatz Marktwieserstrasse, Thusis
Länge: 14,3km
Höhenmeter: ↑ 700 / ↓ 700
Schwierigkeit: mittel-schwer
Link zu den Details der Wanderroute, aufgezeichnet mit Komoot

Mein Favorit
KOMPASS Wanderführer Graubünden Nord

KOMPASS Wanderführer Graubünden Nord
✅70 Touren mit GPS-Daten zum Download
✅Extra-Tourenkarte


Abkürzungen und Alternative Wanderungen Viamala Schlucht

Via Mala Schlucht Wanderung one-way:

Wer nur eine Strecke laufen möchte, kann mit dem Postbus ab Thusis in die Viamala Schlucht fahren.

Der Postbus 541 fährt nicht sehr regelmäßig; bitte unbedingt vorab den Fahrplan prüfen. Die Fahrt dauert ab Thusis Bahnhof bis zum Besucherzentrum der Viamala Schlucht nur 10 Minuten.

Dann muss man sich nur noch entscheiden, ob man über das „verlorene Loch“ oder auf der anderen Schluchtseite über den Traversinasteg und die Burg Hohenrätien wandern möchte.

ViaSpluga Etappe 1:

Von Thusis durch die Viamala Schlucht nach Zillis und weiter nach Andeer auf der 1. Etappe des 65km langen Weitwanderweges ViaSplunga.

Auch hier muss man sich entscheiden, ob man über den Bergwanderweg und den Traversinasteg wandert oder die einfachere Variante durch das „vorlorene Loch“.

Ab dem Besucherzentrum der Viamala Schlucht geht es weiter via Reischen nach Zillis. Nach einem Besuch der St. Martin-Kirche aus dem 12. Jahrhundert, mit der weltberühmten Kirchendecke, geht es nach Andeer. (18km / 6,5std)


Viamala Schlucht – woher kommt der Name?

Viamala oder Via Mala kommt aus dem rätoromanischen und bedeutet übersetzt „schlechter Weg“ oder auch „böser Weg“.

Bezeichnet wird hiermit der ungefähr acht Kilometer langer Wegabschnitt entlang des Hinterrheins zwischen Thusis und Zillis-Reischen im Schweizer Kanton Graubünden.

1473 bauten die Säumer den alten Römerpfad aus, auf welchem 250 Jahre lang die Waren durch die unwegsame Schlucht von Chur über den Splüngenpass und dem San Bernadino Pass bis nach Italien transportiert wurden.

Steinschläge waren auf den unbefestigten Wegen durch die Schlucht die größte Gefahr.

Die zahlreichen tödlichen Unfälle dieser Zeit verliehen der Viamala Schlucht ihren Namen und Mythos. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden die ersten 2 Brücken und der „schlechte“ Weg wurde besser.

Blick auf Thusis und die Berge vom Wanderweg Richtung Viamala Schlucht und Traversinasteg
Blick Richtung Thusis
Wanderwegweiser zur Viamala Schlucht und zum Traversinasteg in Thusis
Wanderwegweiser zur Viamala Schlucht

Anreise zur Via Mala Schlucht

Mit dem Auto: Von Chur, dem Hauptort Graubündens, sind es über die Autobahn A13 nur 27 km, ca. 25 Fahrminuten nach Thusis. Den großen Parkplatz Marktwieserstrasse findet man gleich hinter der Autobahnausfahrt (Koordinaten via Google Maps).

Am Parkautomat kann man nur mit Münzen oder Twint bezahlen. Kosten: CHF 0,5 pro Stunde. Dieser Parkplatz hat außerdem eine Ladestation für Elektroautos und eine öffentliche Toilette.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Ab Chur wird Thusis fast jede halbe Stunde von der SBB angefahren. Dauer, je nach Zug, zwischen 30 und 45 Minuten. Vom Bahnhof folgt man einfach den Wanderwegweisen.


Mehr Inspiration für die Region?

Du kennst diese atemberaubende Schlucht bereits oder brauchst Inspiration für mehrere Tage? Ein Tal weiter westlich liegt die Rheinschlucht. Ebenfalls absolut empfehlenswert und mit dem Auto nur 15min entfernt, bietet diese ebenfalls tolle Wanderoptionen. Lass Dich mit Wandertipps und Informationen zum Swiss Grand Canyon inspirieren:

Schon da gewesen oder doch nicht das Richtige für Dich? Hier findest Du weitere Wanderinspirationen für die Schweizer Alpen oder aber Du suchst auf der Wanderkarte.


Lust auf Berge, aber keine Ahnung, wohin?

Ich schicke Dir regelmäßig, aber nicht mehr als einmal im Monat, Wanderideen und Inspiration für die Westalpen, die Dich träumen und planen lassen.

    Linda steht auf einem Berghang und blickt auf den türkisfarbenen Lago d'Apsoi, umgeben von steilen Felswänden.