Fotoparade – Mein Jahr 2021 in Fotos
Die schönsten Fotos eines Jahres rauszusuchen und so nochmals in Erinnerung zu schwelgen, finde ich eine tolle Idee! Deswegen findet ihr hier meinen Jahresrückblick 2021 in Fotos.
Was / Warum / Wieso Fotoparade
Nur durch Zufall habe ich den Aufruf zur Fotoparade 2021 in Netz gefunden und musste mich erstmal schlaumachen, um was es da geht. Michael von Erkunde die Welt ruft dieses Jahr bereits zum 11. Mal die Blogger-Community dazu auf, einen schönen Beitrag mit den besten Fotos 2021 zu schreiben. Um das Ganze etwas interessanter zu gestalten, gibt es Kategorien, in welche die Fotos nach Möglichkeit passen sollen.
Dieses Jahr gibt es folgende Standardkategorien:
- Licht und Schatten
- Tierisch
- Gewässer
- Aussicht
- Hoch hinaus
- Schwarz-Weiß
Da es für diese 6 Standard-Kategorien nicht allzu schwer ist, schöne Fotos aus dem vergangenen Jahr zu finden, gibt es 6 Zusatzkategorien, die bereits etwas herausfordernder sind:
- Aufgeblüht
- Eng
- Einschlag
- Rot
- Minimalistisch
- Natur pur
Die Idee einen Jahresrückblick zu erstellen, finde ich grundsätzlich super! Für mich persönlich besonders wichtig, denn mein Gehirn ist wie ein Sieb und ich vergesse viel zu schnell, was ich tolles erlebt habe.
Zudem, ist mein Wanderblog nun genau ein Jahr alt. Ich habe ihn in der ersten Januarwoche 2021 gegründet und begonnen unsere Wandererlebnisse festzuhalten.
Somit nutze ich diesen Aufruf zur Fotoparade, um mich an die vielen, schönen Wandermomente 2021 zu erinnern und das einjährige Bestehen von „Hiking the Alps“ zu feiern.
Ich freue mich, dass Du mich auf meiner Memory-Lane 2021 begleitest!
Licht und Schatten
Dieses Bild ist gleich Anfang des Jahres 2021 auf dem Feldberg entstanden. Der mit 1277 m.ü.M. höchste Berg im Schwarzwald eignet sich im Winter nicht nur zum Skifahren. Es lässt sich hier hervorragend Schneeschuh- und Winterwandern. Bei gutem Wetter hat man vom Feldberg und dem Nachbargipfel Seebuck Sicht bis auf die Schweizer Alpen!
Tierisch
Dieses Traumfoto einer Kuh hat Jan auf einer Wanderung in den französischen Vogesen gemacht. Die Berge des Elsass sind zwar mit den Alpen nicht vergleichbar, aber ein herausragendes Wandergebiet, sowohl im Sommer als auch im Winter. Dank meines Onkels, der mitten in dieser wunderschönen Landschaft wohnt, konnten wir 2021 einige Mal tolle Wanderungen auf den Wiesen und Feldern der Vogesen unternehmen.
Gewässer
Berechtigterweise, wird die Rheinschleife in Graubünden auch Grand Canyon der Schweiz genannt. Die imposante Rheinschlucht ist 13km lang und an ihrer höchsten Stelle sind die Kalkfelsen 400 Meter hoch. Die atemberaubenden Blicke in die Tiefe sind teilweise sehr nah an verschiedenen Wanderparkplätzen gelegen, sodass diese Wanderregion wirklich allen offensteht, egal wie fit.
Aussicht

Hoch über dem Susatal, in Norditalien, steht die absolut beeindruckende Abtei Sacra di San Michele. Sie ist das Wahrzeichen des Piemont! Das bollige Bauwerk ist definitiv einen Besuch wert, wenn man im Piemont unterwegs ist, denn sie beeindruckt sowohl von innen als auch mit der herausragenden Aussicht auf das unter ihr liegende Susatal. Bei gutem Wetter hat man sogar Sicht bis auf das ca. 40km entfernte Turin!
Hoch hinaus

Im September waren Jan und ich für ein paar Tage in Samnaun, im äußersten Osten der Schweiz. Dieses Bild ist auf dem Höhenweg, einem Saumpfad auf der Grenze zwischen der Schweiz und Österreich entstanden. Das Gipfelkreuz des Greitspitz auf 2825 m.ü.M., ein Highlight dieser herausragenden Wanderung, war wahrscheinlich der höchste Punkt, auf den ich 2021 gewandert bin.
Samnaun ist ein traumhaftes Wandergebiet, vor allem im Spätsommer, wenn nicht mehr so viel los ist und man die Berge fast für sich hat. Eine absolute Empfehlung für alle, die noch nach Wanderzielen für dieses Jahr suchen. Zum Schmökern und Inspirieren findet ihr hier alle wichtigen Informationen und die Wanderungtipps für Samnaun.
Schwarz-Weiß
Die Kategorie schwarz / weiß interpretiere ich in diesem Fall mit „gegensätzlich“. Dies haben wir (meine Familie) und viele andere Betroffene, diesen Sommer bei der Flutkatastrophe erlebt. Haben viele Menschen einerseits vieles oder gar alles verloren, gab es auf der anderen Seite diese unglaubliche Hilfsbereitschaft völlig Fremder. Diese unerwartete Unterstützung beim Wiederaufbau stand für mich im absoluten Kontrast zu den zerstörerischen Fluten.
aufgeblüht

Zu diesem Thema passen Blumen natürlich wunderbar! Leider habe ich von Botanik keinerlei Ahnung und kann Euch deswegen nicht sagen, wie diese schönen, Blaublüher heißen. Allerdings weiß ich noch, dass es davon unglaublich viele auf dem Grimselpass in der Schweiz gab, als wir dort Mitte September eine Tour gemacht haben.
eng

Ende August waren Jan und ich 7 Tage lang auf dem Suonenwanderweg in der Schweiz unterwegs. Diese herausragende Mehrtagestour führt auf der südlichen Rhonetalseite, fast immer entlang der im Wallis traditionellen Wasserkanäle.
Teilweise ausgetrocknet und verwildert oder auch top restauriert, führt der Chemin des Bisses, wie der Wanderweg auf Französisch heißt, durch wunderschöne, ursprüngliche Landschaften. Dieses Bild ist am letzten Tag unserer Wanderung entstanden. Entlang der nicht mehr sichtbaren Bisses des Sarrasins musste man auf diesem Wegstück etwas gelenkiger unterwegs sein und in diesem Fall, unter dem Felsen durchkrabbeln. Keine Sorge: man konnte diese Stelle auch umgehen ;-).
Einschlag
Viamala oder Via Mala kommt aus dem rätoromanischen und bedeutet übersetzt „schlechter Weg“ oder auch „böser Weg“. Bezeichnet wird hiermit ein ungefähr acht Kilometer langer Wegabschnitt entlang des Hinterrheins im Schweizer Kanton Graubünden.
Um zum Besucherzentrum der Viamala Schlucht zu gelangen, kann man über das „verlorene Loch“ wandern. Auf der Hauptverkehrsader der sechziger Jahre wird vor Felssturz gewarnt und am Straßenrand liegen haufenweise heruntergefallene Felsbrocken. Ein ziemlich beeindruckendes Erlebnis!
rot
Im Frühling haben wir viele Wochenenden in der Nordwestschweiz verbracht. Die Gipfel der Alpen waren noch nicht wieder schneefrei und somit blieb uns viel Zeit, die für uns unbekannten Ecken des Aargau zu entdecken. Und was haben wir aus diesen Wanderungen gelernt: Auch die, im Vergleich „flache“ Landschaft der Nordwestschweiz ist wunderschön und bietet tolle Wandermöglichkeiten. Gerade im Frühling, wenn überall die Blumen anfangen zu blühen, ist diese Region absolut empfehlenswert!
minimalistisch

Minimalistisch und eng würden wahrscheinliche viele unseren Schlafplatz im Caddy bezeichnen. Wann immer Jan und ich für mehrere Tage zum Wandern unterwegs sind, übernachten wir in unserem ausgebauten Auto.
Zugegeben: Die Matratze ist mit 110cm nicht die breiteste Liegefläche und wenn es immer Sommer heiß ist, wünsche ich mir auch manchmal etwas mehr Freiheit beim Schlafen. Aber: Dank unseres Caddys haben wir bereits an vielen, tollen Orten, wie zum Beispiel dem Furkapass in der Schweiz oder direkt am Fluss wie auf dem Bild im Val Pellice, Piemont, übernachten können!
Natur pur
Natur pur am Rhonegletscher! Noch….. denn geschätzt wird, dass der ca. 8km lange und 2km breite Rhonegletscher in ca. 80 Jahren verschwunden sein wird. Denn er schmilzt kontinuierlich.
Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts reichte der beeindruckende Gletscher bis auf den Talboden auf 1800m hinunter. Momentan liegt die Gletscherzunge 400 Meter höher, auf 2200m, oberhalb eines steilen Felshangs.
Vom Furkapass, dem Grenzpass zwischen den Schweizer Kantonen Uri und Wallis, ist es nur eine kurze, Panoramareiche Wanderung bis zu diesem Natur-Highlight.
Mein bestes Foto 2021
Trotz der allseits bekannten Einschränkungen haben wir dieses Jahr so viele tolle Touren gemacht, dass mir die Auswahl für das beste Foto des Jahres echt schwer fiel. Die Alpen sind für mich wunderschön und auf jeder Wanderung gibt es Natur-Highlights, die, wenn fotografiert, ohne weiteres den Titel des besten Fotos 2021 verdient hätte.
Entschieden habe ich mich für diese Blumenpracht, die wir Ende August auf der Wanderung zum Gantrisch Gipfel angetroffen haben. Der Gantrisch ist nicht nur ein Berg, sondern auch gleichzeitig Namensgeber des Regionalen Naturparks Gantrisch, im Berner Oberland.
Danke an Euch alle, dass ihr mich in diesem, meinem ersten Jahr als „Wanderbloggerin“ begleitet habt.
Ich wünsche uns allen, ein tolles und aufregendes Jahr 2022!
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