Saalbach Hinterglemm im Sommer
Wiesen, Weitblick, Wanderlust
Saalbach Hinterglemm im Sommer – das bedeutet: grüne Berge, blühende Almen und rund 400 km Wanderwege. Wer hier wandert, hat die sprichwörtliche Qual der Wahl und ganz ehrlich: Bei so viel Auswahl kickt bei mir sofort die FOMO (Fear of Missing Out).
Zum Glück muss ich mich nicht entscheiden welche der vielen Wanderwege und beschriebenen Touren ich entdecken will.
Denn genau das haben die Wanderguides von Frosch Sportreisen für mich übernommen und zwar ziemlich gut: Pinzgauer Spaziergang, Saalachtaler Höhenweg und weitere Touren, ohne große Namen, die aber nicht weniger beeindruckend waren.
Hier beschreibe ich Dir die fünf ganz unterschiedliche, aber allesamt wunderschöne Wanderungen in Saalbach Hinterglemm,die ich unternommen habe und Du ganz einfach nachwandern kannst.
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Überblick meiner Wanderungen rund um Saalbach Hinterglemm
1. Wiesenalm – Bernkogel – Spielberghaus
Erste Tour meiner Wanderwoche und gleich eine Traumstrecke! Los geht es an der Bergstation der Reiterkogelbahn mit einem tollen Blick über das Glemmtal.
Schon die ersten Meter auf den Wiesenwegen sind idyllisch und auch die Reiteralm wirkt sehr einladend. Für eine Pause ist es hier aber noch zu früh. Vormerken lohnt sich, meint unsere Frosch-Wanderguide Steffi.
Der Weg zum Bernkogel bietet viel Abwechslung: schmale Pfade, kleine Waldstücke und zum Schluss einen steileren Anstieg.
Auf dem Hochplateau vor dem Aussichtspunkt wird es matschig, Bretter helfen beim Durchqueren. Oben wartet die Belohnung: ein 360°-Panorama über die umliegenden Berge und eine Bank, perfekt für eine Pause.
Der Abstieg führt über weite Wiesen und wird im letzten Stück serpentinenartig steiler. Mit etwas Konzentration ist das kein Problem. Unten erreichen wir das Spielberghaus. Hier soll es den besten Kaiserschmarrn geben. Ich habe ihn diesmal nicht probiert, was ich heute bereue.
Nach einer kurzen Einkehr geht es nochmals leicht bergauf. Über einen aussichtsreichen Höhenweg gelangen wir schließlich zur Mittelstation der Kohlmaisbahn.
Mein Tipp: Bevor Du ins Tal fährst, unbedingt noch den Blick von der Bergstation auf das Steinerne Meer genießen. Für mich einer der schönsten Aussichtspunkte im Glemmtal.
Wiesenalm – Bernkogel – Spielberghaus
Reine Wanderzeit: Ca. 4std | Länge: 10km | Höhenmeter: ↑ 440 & ↓ 550 |
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2. Saalachtaler Höhenweg
Eine Traumtour, die schwer zu toppen sein wird! Der Saalachtaler Höhenweg startet praktischerweise, seit es die Kohlmaisbahn gibt, direkt an dieser Bergstation.
Von Anfang an war es super abwechslungsreich: Mal über Wurzelpfade im Wald, mal über aussichtsreiche Rücken mit freiem Blick ins Tal und fast durchgehend dieses Panorama.
Im Süden die Hohen Tauern mit Glockner und Venediger, im Norden die Kalkalpen mit Hochkönig, Watzmann, Loferer und Leoganger Steinbergen. Ich habe mehr als einmal stehenbleiben müssen, einfach nur um zu schauen.
Der Weg schlängelt sich sanft auf und ab, vorbei am Panorama 6er, der kleinen Grünen Böden Hütte und weiter zur Wildenkarhütte. Neben diesen Traumausblicken gibt es noch die blühende Heide und Teppiche voller Heidelbeerbüsche. Verhungern würde man hier, Anfang September, nicht!
Ein Highlight war das blauglitzernde Speicherbecken, wo der Weg auf die Leoganger Seite wechselt. Für unsere Mittagspause hat unser Wanderguide uns ins „Alpenkino“ geführt: ein Platz mit Panorama satt und unzähligen Sitz- und Liegemöglichkeiten.
Hinter dem Geierkogel ging es nochmal durch lichten Wald bis zum Lochalmköpl, einem von vielen Gipfelkreuzen am Weg. Richtig beeindruckend war dann die Sausteige mit ihrem weiten Blick hinunter auf den Zeller See – ein echtes Wow-Erlebnis.
Der Abstieg zog sich, zuerst über Hänge und Weiden, dann durch dichten Wald. Aber auch wenn er lang war, blieb er wunderschön. In Viehhofen unten im Tal endete unsere Tour – müde, glücklich und mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt.
Saalachtaler Höhenweg
Reine Wanderzeit: Ca. 6,5std | Länge: 18km | Höhenmeter: ↑ 630 & ↓ 1550 |
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3. Pinzgauer Spaziergang
Wie bitte, „Spaziergang“? Wer sich vom Namen täuschen lässt, könnte schnell überrascht sein. Denn dieser Höhenweg hat es in sich: rund 17 km Länge, einige Höhenmeter und jede Menge Wow-Momente.
Wir nehmen eine der ersten Gondeln auf den Schattberg Westgipfel, um die Morgenstille am Berg voll auszukosten. Kaum oben, bleibe ich erstmal stehen. Das Panorama ist irre: Glemmtal, Leoganger Steinberge, Steinernes Meer und das fast ganz für mich allein.
Dann geht’s los in Richtung Seetörl. Der Bergweg folgt dem Grat, flankiert mehrere Gipfel wie Stemmerkogel, Saalbachkogel und Hochkogel. Diese lassen wir links liegen. Heute geht’s ums Spazieren und Sinnieren, nicht ums Gipfelsammeln.
Am Klingertörl öffnet sich der Blick nach Osten. Und da ist es: das Pinzgau. Dahinter die schneebedeckte Glocknergruppe. Ein Bild wie gemalt. Staunen gehört heute zum Programm.
Der Weg zieht sich über den Hang, zwischen blühender Heide und einem Meer aus Heidelbeeren. Rechts das Panorama, links die Verlockung. Wir machen regelmäßig Pause – zum Gucken und zum Naschen.
Der letzte Abschnitt zieht sich: Von Weitem sehe ich schon die Schmittenhöhe, unser Ziel. Der Anstieg dorthin ist ein breiter Schotterweg, ziemlich steil. Nicht mein Lieblingsstück, aber was soll’s. Oben wartet ein grandioser Blick auf Zell am See, der alles wieder wettmacht.
Wer mag, kann nach der Talfahrt mit der Gondel noch durch Zell am See bummeln. Mir ist es dort schnell zu wuselig und ich nehme lieber den Bus 680 zurück nach Saalbach. Mit müden Beinen und dem Kopf voller schöner Erinnerungen an diesen tollen Wandertag.
Pinzgauer Spaziergang
Reine Wanderzeit: Ca. 5,5std | Länge: 17km | Höhenmeter: ↑ 570 & ↓ 700 |
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4. Gipfel-Hopping ab dem Schattberg
Diese Tour war für mich etwas ganz Besonderes. Nicht nur wegen der spektakulären Ausblicke, sondern weil ich mich trotz meiner Höhenangst endlich mal wieder an einen Gipfel mit Kraxelstellen gewagt habe.
Gestartet sind wir am Schattberg Ostgipfel. Nur ein paar Minuten später standen wir schon am Mittleren Schattberg, dem ersten Gipfelkreuz des Tages.
Vom nah gelegenen Westgipfel ging es dann auf dem bekannten Pinzgauer Spaziergang weiter, wie immer mit Weitblick vom Feinsten, bis zum kleinen tiefblauen See am Seetörl.
Dort zweigt ein schmaler Pfad ab und führt uns zum Sattel zwischen Hochkogel und Saalbachkogel. Der Bergweg ist wunderschön, aber recht steil, vor allem die letzten Meter hinauf zum Saalbachkogel.
Ich habe wirklich überlegt, ob ich mich das traue. Unser Frosch-Wanderführer hat mir den kurzen Abschnitt gut beschrieben, zwei Passagen sind mit Seilen gesichert, und es geht ordentlich bergauf.
Aber weil der Pfad nie wirklich ausgesetzt ist, habe ich es gewagt. Oben angekommen, war ich einfach nur glücklich. Gipfelkreuz, Eintrag ins Buch und das gute Gefühl, mich mal wieder getraut zu haben.
Zurück am Sattel sind wir noch die paar Meter weiter auf den Hochkogel gestiegen. Kein Vergleich zum Saalbachkogel – deutlich einfacher zu erreichen, aber mit mindestens genauso viel Aussicht.
Das große Plateau lädt zur Pause ein, und genau das haben wir gemacht, bevor es auf der Rückseite steil bergab ging.
Am Klingertörl mündet der Pfad wieder in den Pinzgauer Spaziergang. Von hier geht es entspannt zurück zur Westgipfelbahn, mit jeder Menge Glücks- und Hochgefühl im Gepäck.
Gipfel-Hopping
Reine Wanderzeit: Ca. 4std | Länge: 10km | Höhenmeter: ↑ 600 & ↓ 600 |
⇨ GPX und viele weitere Fotos auf Komoot (dieser Treck ist länger als die beschriebene Tour, da wir bis zur Mittelstation abgestiegen sind)
5. Talschluss Höhenweg
Bei Sonne bestimmt ein Traum, aber selbst wenn das Wetter nicht ideal ist, sondern eher mystisch, ist diese Runde richtig schön.
So wie bei uns heute. Graue Wolken hingen tief über dem Talschluss, leichter Nieselregen kam und ging. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, war diese Wanderung richtig toll!
Los geht’s in Lengau, ganz hinten im Glemmtal. Von dort steigen wir gemütlich auf, erst auf breiten Forstwegen, dann über Wiesen und durch lichten Wald.
Die Aussicht ins Tal und auf Staffkogel, Tristkogel und Co. zeigt sich mal mehr, mal weniger, je nachdem wie tief die Wolken gerade hängen.
Eigentlich hatten wir eine Einkehr auf der Saalalm geplant aber bei der Wettervorhersage haben wir sie ausgelassen und stattdessen die trockenen Minuten für die schöne Natur um uns herum genutzt.
Mehr Zeit also für die Wasserfälle, die im Talschluss über steile Felsen rauschen. Außerdem liefen uns freilaufende Kühe und auch ein paar Ziegen über den Weg.
Der Rückweg führt vorbei am Teufelswasser, einem Wasserspielplatz mit Kneippanlage. Heute sind wir einfach daran vorbeigelaufen, aber im Sommer ist das sicher der perfekte Ort für eine Pause.
Auf breitem Weg geht es dann, immer entlang der jungen Salzach, zurück zur Bushaltestelle, am Ende doch bei Regen.
Talschluss Höhenweg
Reine Wanderzeit: Ca. 4std | Länge: 12km | Höhenmeter: ↑ 530 & ↓ 530 |
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Der Frosch Sportclub Thuiner
Der Frosch Sportclub Thuiner war meine Basis für diese aussichtsreiche und entspannte Wanderwoche im Glemmtal. Das Haus liegt am Ortsrand von Hinterglemm, die Bushaltestelle ist fast direkt vor der Tür (⇨ Lage).
Mein Zimmer war typisch Frosch: schlicht, funktional und mit allem ausgestattet, was man braucht. Besonders schön fand ich den Balkon, auf dem ich morgens schon vor dem Frühstück die ersten Sonnenstrahlen genießen konnte. Natürlich mit Blick auf die grünen Pinzgauer Grasberge.
Der Thuiner ist ein reines Froschhaus, also ausschließlich für Gäste von Frosch Sportreisen reserviert. Das sorgt für die typische, entspannt-familiäre Atmosphäre.
Auch kulinarisch war alles wie gewohnt top. Das Essen war abwechslungsreich, liebevoll angerichtet und richtig lecker. Als Vegetarierin hatte ich immer eine gute Auswahl.
Besonders praktisch: Am Frühstücksbuffet konnte man sich direkt ein Lunchpaket für die Wanderung zusammenstellen. Nach der Tour wartet der Saunabereich zum Entspannen. Oder man gönnt sich ein kühles Getränk auf der Terrasse und lässt den Tag gemütlich ausklingen.
Und nicht zu vergessen: Als Frosch-Gast bekommst Du die JOKER CARD. Damit fährst Du kostenlos mit allen Bergbahnen in Saalbach Hinterglemm und mit dem Bus durchs ganze Tal bis nach Zell am See. Ein Rundum-Sorglos-Paket für Wanderer.
⇨ Hier findest Du alle Infos zum Frosch Sportclub Thuiner und zu weiteren tollen Destinationen für Aktiv- und Wanderreisen von Frosch Sportreisen.
Geführtes Wandern mit Frosch Sportreisen
Ohne meinen langjährigen Kooperationspartner Frosch Sportreisen wäre ich wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, den Sommer in Saalbach Hinterglemm zu verbringen:
Ich habe einfach zu viele Vorurteile gegen große Skigebiete. Und das wäre wirklich schade gewesen, denn das Glemmtal hat sich für mich als echtes Wanderparadies entpuppt.
Besonders angenehm war dabei wie immer, dass ich mich um nichts selbst kümmern musste. Die Tourenplanung, das Kartenstudium und die große Frage: Welche der vielen Touren soll ich überhaupt wandern? Stichwort FOMO.
All das lag bei den erfahrenen Frosch-Wanderguides. Ich musste morgens nur noch meine Stiefel schnüren und mitlaufen.
Wie bei meinen anderen Frosch-Wanderreisen im Cilento Nationalpark in Mittelitalien, im schweizerischen Champery oder im tiroler Brixental, hatten die Wanderguides viele unterschiedliche Wanderungen vorbereitet, so dass es nie langweilig wurde.
Jeden Abend gab’s eine kurze Tourenvorstellung. Zur Wahl standen meist eine etwas gemütlichere und eine anspruchsvollere Variante.
Am nächsten Tag ging es dann gemeinsam los, ohne Hektik, ohne Diskussionen. Immer mit dabei: schöne Pausenplätze, kleine Abkürzungen, wenn’s mal zäh wurde, und stille Abzweige, die man alleine kaum gefunden hätte.
⇨ Infos zu weiteren tollen Destinationen für Aktiv- und Wanderreisen mit Frosch Sportreisen.
Offenlegung
Diesen Artikel konnte ich, dank einer bezahlten Kooperation, mit Frosch Sportreisen schreiben. Meine Meinung wurde in keinster Weise dadurch beeinflusst, noch wurden mir irgendwelche Vorgaben für diesen Artikel gemacht. Vielen Dank dafür!
Danke auch für die tollen Erfahrungen und Erlebnisse, die ich vor Ort machen konnte!