Aosta Altstadt
Geschichte, Kultur und Authentizität mitten im Aostatal
Die Altstadt von Aosta ist ein faszinierender Ort, der Dich einerseits in die reiche, römische Vergangenheit zurückversetzt, andererseits alle Annehmlichkeiten und Vorzüge einer quirligen, italienischen Kleinstadt bietet.
Die engen Gassen, die historischen Gebäude und die vielen Kirchen machen die sehenswerte Altstadt zu einem einzigartigen Erlebnis.
Du kannst hier die Geschichte der Stadt hautnah erleben. Die Altstadt beherbergt viele römische Überreste, darunter das berühmte römische Theater, das Forum und die Überreste der Stadtmauern.
Neben den historischen Sehenswürdigkeiten gibt es in der Altstadt auch viele Restaurants und Geschäfte, die typisch italienische Kulinarik anbieten und lokale Souvenirs kaufen.
Auf meinen Reisen vom Piemont nach Frankreich oder die Schweiz war Aosta immer mein Lieblingsstopp, seit dem ersten Besuch bin ich ein Fan dieser schönen Stadt. Hier findest Du alles Wichtige und Wissenswerte für Deinen Besuch der sehenswerte Aosta Altstadt.
Piemont mit Ausflügen ins Aostatal
Leider gibt es keinen guten Reiseführer, der ausschließlich das Aostatal behandelt und nicht schon 20 Jahre alt ist.
Daher ist der Piemont Reiseführer des Michael Müller Verlags mit Ausflügen ins Aostatal von Mai 2025 meine erste Wahl, auch für das Aostatal.
Aosta Altstadt Überblick
Aosta hat etwa 33000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Aostatals, der autonomen Region im Nordwesten Italiens. Sie liegt an einer strategisch wichtigen Position, mittig im Aostatal, etwa 120 Kilometer nordwestlich der piemontesischen Hauptstadt Turin.
Eingebettet in eine wunderschöne Bergwelt beginnt in Aosta die Südrampe über den Großen Sankt Bernhard Pass in die Schweiz und auch die Grenze nach Frankreich, durch den Mont-Blanc-Tunnel ist nicht weit.
Aosta wurde im Jahr 25 v. Chr. von den Römern gegründet und hieß ursprünglich Augusta Praetoria Salassorum. Die alpine Stadt war ein wichtiger Handelsposten an der Via Francigena, einer der bedeutendsten Handelsrouten zwischen Rom und dem Norden Europas.
Im Mittelalter war Aosta die Hauptstadt des Herzogtums Savoyen und seit 1948 ist sie die Hauptstadt, der mit einem Sonderstatut neu geschaffenen autonomen Region Aostatal.
Aosta, das oft als das Herz der Alpen bezeichnet wird, ist nicht nur beliebtes Ziel für Geschichts- und Kulturinteressierte, sondern auch ein Eldorado für Naturliebhaber und Outdoorfans, liegt sie doch am Fuße des Mont Blanc, dem höchsten Berg Europas.
Aosta Altstadt Sehenswürdigkeiten
Im Grundriss der heutigen Altstadt von Aosta zeichnet sich teilweise noch gut das ursprüngliche, regelmäßiges Straßennetz des römischen Militärlagers, aus dem die Kolonie Augusta Praetoria Salassorum entstand, ab.
Umgeben ist der sehenswerte Innenstadtbereich mit vielen Überbleibseln antiker Stadtmauern. Von den ursprünglich zwanzig römischen Mauertürmen sind heute noch sechs vorhanden.
Innerhalb der Aosta Altstadt finden sich zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten und Ruinen, die das historische Zentrum in eine Art Freiluftmuseum verwandeln.
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Römisches Theater
Die 22 Meter hohe südliche Fassade des römischen Theaters (it. Teatro Romano) gehört wohl zu den bekanntesten Überreste innerhalb der Aosta Altstadt. Das Theater wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut und ist eines der besterhaltenen römischen Theater Norditaliens.
Es bot Platz für etwa 4000 Zuschauer und wurde für Theateraufführungen, Gladiatorenkämpfe und andere öffentliche Veranstaltungen genutzt. In einem kleinen, abgegrenzten Areal finden sich hier noch weitere Mauerfundamente.
Info: Das Ticket „Archäologisches Aosta“ inkludiert zusätzlich auch die Eintritte zur Basilika San Lorenzo, dem römischen Forum und dem archäologischen Museum.
Mein Tipp: Besuche das kleine, aber sehenswerte Areal morgens gleich als Erstes. Dann ist es erstens, noch nicht so voll und zweitens fällt die Sonne dann wunderschön auf die Ruinen.
Porta Praetoria
Das alte Stadttor, die Porta Praetoria, war das das östliche Eingangstor der römischen Stadt Augusta Prætoria Salassorum. Heute steht es mitten in der Fußgängerzone der Aosta Altstadt.
Es wurde im Jahr 25 v. Chr. erbaut und besteht aus zwei Reihen guterhaltener Bögen. In der Mitte und heutiger Teil des Mauerwerks sich auf einer Seite die Touristen-Information und auf der anderen ein Restaurant.
Kathedrale von Aosta
Die Kathedrale von Aosta (it. Cattedrale di Santa Maria Assunta e San Giovanni Battista) wurde im 11. Jahrhundert erbaut und ist die größte Kirche der Region Aostatal.
Ältester Teil der Kathedrale ist, die fast vollständig erhalte, Krypta. Im Chorumgang befindet sich das kostenpflichtige Schatzkammermuseum. Der Domschatz, der zu den bedeutendsten der Westalpen zählt, umfasst auch das Grabmal des Grafen Thomas II. von Savoyen.
Die Doppeltürme und die prächtige Fassade aus dem 16. Jahrhundert mit vielen Details sind beeindruckend, der Innenraum der Kathedrale ist dagegen relativ schlicht.
Wichtig: Zwischen 12:00 und 15:00 Uhr ist die Kathedrale geschlossen.
Stiftskirche Sankt Ursus
Die Kollegiatskirche Sankt Orso (it. Chiesa Collegiata dei Santi Pietro e Orso) wurde im 11. Jahrhundert erbaut und hat schöne, romanischen Fresken, zwischen dem Dach und der Decke des Mittelschiffs.
Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Orso, der im 4. Jahrhundert Bischof von Aosta war.
Der 44 Meter hohe, zur Kirche dazugehörige Glockenturm steht auf der anderen Seite der Gasse und wurde im 12. Jahrhundert hinzugefügt.
Zum kirchlichen Komplex gehört auch das Priorat von Sant’Orso (it. Chiostro romanico di Sant-Orso). Der sehenswerte Kreuzgang hat schöne Rundbögen, kleinen Säulen und noch 37 der ursprünglich 52 historischen Kapitellen aus weißem Marmor.
Info: Die Kirche ist kostenfrei zu besichtigen, das Priorat mit dem schönen Kreuzgang kostet €2.00 Eintritt.
Augustusbogen
Der Augustusbogen (it. Arco di Augusto) ist ein eintoriger Ehrenbogen aus weißem Marmor, der im Jahr 25 v. Chr. zu Ehren von Kaiser Augustus anlässlich seines Sieges über die Salasser errichtet wurde.
Der schichte, eher schmucklose Bogen steht am östlichen Eingang der heutigen Aosta Altstadt, ist 15,5 Meter hoch und 7,4 Meter breit.
Das in ihm hängende Kruzifix ist eine Kopie des Kruzifixes, das 1449 als Dank für den Schutz vor der Überschwemmung des Buthier Flusses, der gleich dahinter verläuft, aufgestellt wurde. Das Original befindet sich heute im Schatzmuseum der Kathedrale von Aosta.

Die Google MyMaps Karte inklusive:
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Weitere Sehenswürdigkeiten innerhalb der Altstadt
Vom Domplatz Piazza Papa Giovanni XXIII erreichbar ist das Kryptoportikus (it. Criptoportico Forense). Der Eintritt in die gut erhaltenen, unterirdischen Kellergewölbe aus der römischen Antike sind im Ticket „Archäologisches Aosta“ inkludiert (⇨ Lage).
Durch eine Seitenstraße gelangt man zum ehemaligen Haupt- und Marktplatzes (it. Foro Romano).
Das römische Forum war der Mittelpunkt der antiken Stadt und beherbergt heute viele Überreste römischer Gebäude, darunter ein Tempel, ein Bäderkomplex und ein Triumphbogen (⇨ Lage).
An der Piazza Pierre-Leonard Roncas befindet sich das Archäologisches Regionalmuseum Aostatal (it. MAR – Museo Archeologico Regionale).
Die interessante Ausstellung informiert über die Geschichte der Stadt und der Region. Der Eintritt ist im Ticket „Archäologisches Aosta“ inkludiert. (⇨ Lage)
Die schöne Stadt Aosta bietet aber nicht nur historische Schätze. Rund um den Hauptplatz Piazza Émile Chanoux, an der sich auch das Rathaus befindet, findest Du in den Gassen viele Geschäfte und Restaurants mit lokalen Produkten und kulinarischen Highlights der Region.
Sehenswürdigkeiten außerhalb der Aosta Altstadt
Saint Martin de Corléans
Die archäologische Fundstätte Saint Martin de Corléans (it. Area megalitica di Saint-Martin-de-Corléans) liegt auf einer Fläche von über einem Hektar und beherbergt eine der größten Ansammlungen von Megalithanlagen in Italien.
Die Dolmen und Menhire stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. ⇨ Momentan und bis voraussichtlich November 2023 ist der Museumskomplex geschlossen.
Pila
Nur 5km Luftlinie südlich der Aosta Altstadt liegt auf 1790m.ü.M. der Ort Pila. Im Winter hat das beliebte Wintersportgebiet rund 70 Pistenkilometer, auf bis zu 2800 Höhenmetern zur Verfügung.
Im Sommer verwandelt sich das Gebiet in ein Eldorado für Mountainbiker, mit Bike Park und zahlreichen Downhill-Pisten. Natürlich lässt sich hier auch hervorragend wandern.
Erreichbar ist Pila mit der Gondelbahn, die südlich des Bahnhofs startet. In weniger als 20 Minuten werden zwei Zwischenstationen Les Fleurs und Plan Praz passiert und ein Höhenunterschied von etwa 1200 Höhenmetern überwunden.
Lago di Chamolé
Hast Du nur wenig Zeit und willst trotzdem einen kurzen Ausflug in die malerische Bergwelt von Aosta machen? Dann nimm’ die Gondel nach Pila und anschließend den Sessellift nach Chamolé. Von der Bergstation sind es nur 15 Minuten Fußweg zum malerischen Bergsee Lago di Chamolé.
Unterkünfte in Aosta
Die sehenswerte Stadt bietet Unterkünfte jeglicher Preisklassen. Meine Empfehlungen sind:
- Das familiengeführte Domus Antica Aosta liegt absolut zentral und doch ruhig in den westlichen Altstadtgassen Aostas. Die alte, wunderschön renovierte Residenz bietet 5 Zimmer im Landhausstil.
- Das 4-Sterne Hotel Milleluci (oberhalb von Aosta) mit Panoramablick über Aosta, Außenpool, Spa und fantastischem Frühstücksbuffet. Antikes Interieur mit viel Liebe zum Detail. Habe mich im Himmelbett wie eine Prinzessin gefühlt.
Mein Tipp für autarke Camper: Wenn Du keinerlei Service benötigst, ist der kostenfreie Parkplatz (⇨ Lage) unterhalb der Pila-Bergstation ein herausragender Übernachtungsplatz mit malerischer Aussicht auf Aosta und die umliegende Bergwelt (30 Minuten Fahrt vom Aosta Zentrum).
Anreise und Parken in Aosta
Parallel zum Fluss Dora Baltea führt die mautpflichtige Autobahn A5 vom Mont-Blanc-Tunnel an der französischen Grenze nach Aosta und weiter durch das gesamte Aostatal bis nach Turin. Die kostenfreie Alternative ist die Landstrasse Strada Statale SS26 entlang derselben Strecke.
Von Turin brauchst Du mit dem Auto für die 115km über die Autobahn ca. 1,5std nach Aosta. Eine Stunde länger dauert die kostenfreie Variante über die Landstraße.
Alternativ gibt es einmal stündlich eine Zugverbindung von Turin Porta Nuova nach Aosta. Die Fahrt dauert 2 Stunden und kostet € 9,65. Der nächstgelegene Flughafen wäre ebenfalls Turin.
Innerhalb der Aosta Altstadt gibt es mehrere kostenpflichtige Parkplätze. Eine gute kostenfreie Option ist der große Parkplatz der Aosta-Pila-Gondel, nur ein paar Schritte südlich des Bahnhofs (⇨ Lage).
FAQ’s zu Aosta
Was ist die beste Zeit, um Aosta zu besuchen?
Die beste Zeit, um Aosta zu besuchen, ist im Frühling (April bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober). Das Wetter ist in diesen Monaten mild und es gibt weniger Touristen als im Sommer.
Was sind die Aosta Sehenswürdigkeiten?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Aosta zählen: Die Altstadt von Aosta mit ihren römischen und mittelalterlichen Gebäuden, das römische Theater, das römische Forum, das römische Amphitheater, die Kathedrale von Aosta, Kirche und Kloster Sant’Orso und die Porta Praetoria.
Kann man von Aosta das Matterhorn sehen?
Aus der Aosta Altstadt ist das Matterhorn nicht zu sehen. Von Pila, dem Bike- und Skiparadies oberhalb von Aosta ist der weltberühmte Berggipfel, genau wie viele weitere der höchsten Schweizer Berge, jedoch sehr gut sichtbar.