Die Forts de L’Esseillon
Entdeckungstour und Wanderung auf dem Sentier des Bâtisseurs
Beeindruckend verschießen und überwachen die Forts de L’Esseillon das Tal von Maurienne in den französischen Alpen.
Wir waren auf der schönen und aussichtsreichen Rundwanderung, dem Wanderweg Sentier des Bâtisseurs unterwegs, der alle 5 beeindruckenden Festungen und weitere Highlights der Umgebung passiert.
Hier findest Du alle Informationen über die 5 unterschiedlichen Festungen und den herausragende Wanderweg Sentier des Bâtisseurs, der die 5 Forts de L’Esseillon verbindet.
Die Forts de L’Esseillon – Übersicht
Die Verteidigungslinie der Forts de L’Esseillon, auch Barrière de l’Esseillon genannt, wurden zwischen 1820 und 1850 von den Königen von Piemont-Sardinien erbaut. Sie befindet sich auf beiden Seiten der Arc-Schlucht, stromaufwärts von Modane, im französische Département Savoyen.
Nach Westen ausgerichtet, diente der Verteidigungskomplex dem Schutz vor französischen Invasionen. Sie versperrten die Hauptpassage zwischen Frankreich und dem Piemont und kontrollierten so die königliche Mont-Cenis-Straße, die wichtigste transalpine Route.
Diese drei Kilometer lange Barriere mit einem Gefälle von 250m besteht aus 5 Festungen, die die Namen der damaligen Königsfamilie tragen:
Marie-Thérèse (Maria Theresia von Österreich-Este), Victor-Emmanuel (Viktor Emanuel I), Charles-Félix (Karl Felix Josef Maria), Marie-Christine (Maria Christina von Savoyen) und Charles-Albert (Karl Albert Amadeus).
Diese Festung waren niemals Schauplatz von Kämpfen, die meiste Zeit dienten sie als Garnisonen und Gefängnisse.
Nach der Vereinigung Savoyens mit Frankreich im Jahr 1860 verloren die Festungen ihre Nützlichkeit.
Der damals geschlossene Vertrag von Turin, der die Übertragung von Savoyen und Nizza an Frankreich festhält, sah vor, dass die Forts zerstört werden sollten.
Das Fort Charles-Félix wird daraufhin teilweise, das Fort Charles-Albert wird vollständig zerstört. Die französische Armee setzte die übrigen Anlagen vielmehr instand, um ihr Land vor einer italienischen Invasion zu schützen.
Heute sind alle Festungen kostenfrei zugänglich wenn auch nicht in allen Bereichen.
Tipp: In den Alpen gibt es viele Festungsanlagen gleicher Bauweise. Kennst Du schon die Vauban-Festung Mont Dauphin und die Festungsstadt Briancon, die Festung von Fenestrelle im Piemont oder die Festung von Bard im Aostatal? Etwas anders gebaut und trotzdem beeindruckend sind auch die militärischen Festungen am italienisch-französischen Grenzpass Col di Tenda.
Redoute Marie-Thérèse
Eine Redoute ist ein Außenposten eines befestigten Systems, welches Soldaten außerhalb der Hauptverteidigungslinie schützt.
Sie ist nur durch die Teufelsbrücke / Pont du Diable, die über die tiefe Schlucht des Flusses Arc führt, mit dem Fort Victor-Emmanuel und der anderen Schluchtseite verbunden.
Die hufeisenförmige Festung beherbergte damals Lager für Lebensmittel und Artillerie, ein Pulvermagazin und Quartiere für 200 Mann. Seine Aufgabe war es, die Straße zu blockieren, die von Chambéry über den Mont-Cenis-Pass nach Turin führte.
Heute beherbergt das gut erhaltene Fort das Kulturerbe-Informationszentrum „Centre d’interprétation du patrimoine fortifié“, einen Escape-Room und ist eine Veranstaltungslocation für Seminare oder Hochzeiten.
Außerdem befindet sich im Inneren des Bauwerkes die Snackbar „La Gamelle du Soldat“, mit tollen, zusätzlichen Sitzplätzen im Burggraben.
Öffnungszeiten: Der Innenhof des Forts ist grundsätzlich zu Öffnungszeiten der Bar geöffnet und frei zugänglich. Täglich von Juni bis September zwischen 10:00 und 18:30 Uhr.
Fort Victor-Emmanuel
Das Fort Victor-Emmanuel wurde 1818 erbaut, liegt auf 1350m und ist die größte der 5 Festungen.
Sie besteht aus 8 Gebäuden (Räumlichkeiten des Generalstabs, die Kaserne der Garnison, die Bauten für die Logistik, ein Krankenhaus und eine Kapelle) in dem eine Garnison von 1500 Mann stationiert werden konnte.
Heute sind fast alle Bereich der Festung kostenfrei und jederzeit zugänglich.
Fort Charles-Félix
Wie das Fort Marie-Christine ist das Fort Charles-Félix eine kleine Einheit, die den Zugang zum Saumpfad verhindern soll, der Aussois mit Modane verbindet.
Eine geplante Schutzmauer im Westen sollte die Forts Charles-Félix und Victor-Emmanuel miteinander verbinden.
Das Fort Charles-Félix ist die einzige der Festungen, die 1860 auf Befehl Napoléon III in Befolgung einer Klausel des Vertrags von Turin zerstört wurde.
Sie wurde nie wieder aufgebaut und ist heute eine Ruine, die ganzjährig besucht werden kann.
Fort Marie-Christine
Das Fort Marie-Christine auf 1500m ist das höchstgelegene die fünf Festungen. Sechseckig gebaut, bot es Platz für 150 Soldaten.
Das Fort ist vollständig restauriert worden und beherbergt heute ein Restaurant und eine Herberge. Diese bietet 10 Zimmer mit 6 Betten und 3 Zimmer mit je 2 Betten.
⇨ Hier geht es zu weiteren Infos und Buchung der Herberge im Fort Marie-Christine
Fort Charles-Albert
Das Fort Charles-Albert war in den ursprünglichen Plänen nicht enthalten.
Aber der Bau wurde notwendig, um den Verteidigungskomplex von allen Seiten zu schließen und die Zugänge nach Norden zu schützen. Die Arbeiten an der Festung begannen 1832.
Ursprünglich wollte man es mit dem Fort Marie-Christine welches auf gleicher Höhe liegt, verbinden.
1834 wurden die Arbeiten am Aufbau der Festung unterbrochen und später nicht wieder aufgenommen. Das Fort Charles-Albert wurde nie fertiggestellt. Heute gibt es nur noch die Ruinen zweier kleiner Garnisonsgebäude und den Sockel eines Turms zu sehen.
Wanderung um die Forts de L’Esseillon auf dem Sentier des Bâtisseurs
Vom Redoute Marie-Thérèse zum Pont du Diable
Der offizielle Start des Sentier des Bâtisseurs (dt. Baumeisterweg) ist an der Teufelsbrücke oder an einem der Parkplätze auf der rechten Schluchtseite.
Da wir aber alle Festungen sehen wollen und der Parkplatz des Redoute der am einfachsten erreichbare ist, starten wir auf der linken Schluchtseite des Flusses Arc.
Wanderstart ist also der kostenfreie Parkplatz am Redoute Marie-Thérèse. Wir sind früh dran und die Pforten der Festung sind noch geschlossen. Macht nichts, wir kommen ja am Nachmittag wieder.
Direkt vom Fort hier führt der Wanderweg erstmal quer durch den großen, noch geschlossenen Kletterpark „Parcobranche du Diable“. Jan würde am liebsten gleich den ersten Parcours starten, aber heute ist Wander- und nicht Klettertag!
Info: Details zum Klettern in diesem Gebiet und dem Kletterpark findest Du weiter unten.
Über Treppen und teils steilen aber breiten Waldwegen geht es mitten durch die tolle Kletteranlage und Zugängen von Klettersteigen stetig bergab. Dann liegt sie vor uns: die Teufelsbrücke, der Pont du Diable.
Sie war (und ist) die einzige Verbindung über die tiefe Schlucht des Flusses Arc zwischen dem Redoute Marie-Thérèse und dem Fort Victor-Emmanuel.
Die aktuelle Brücke aus dem Jahr 1989. Sie ist 45m lang und befindet sich 90m über dem Talboden. Die ursprüngliche Brücke aus dem Jahr 1858 wurde 1940 zerstört.
Legende: Um die Teufelsbrücke ranken sich viele Legenden. Eine davon besagt, dass der Baumeister mit der Fertigstellung im Verzug war und den Teufel um Hilfe anrief. Dieser wollte im Austausch die Seele des ersten Passanten, der die Brücke überqueren würde. Der Baumeister willigte in den Handel ein und schickte nach der Fertigstellung als Erstes eine Ziege über die Brücke.
Nachdem wir die tiefe Schlucht über die Brücke überquert haben, geht es auf der anderen Seite, über schattige Waldpfade wieder bergauf. Auch auf dieser Seite der Schlucht befinden sich noch interessante Parcours des großen Kletterparks.
Entdeckungstour durch das Fort Victor-Emmanuel
Ungefähr 15 Minuten später stehen wir vor dem Eingangstor in das Fort Victor-Emmanuel. Auch hier, entlang der Außenmauer, rund um die mächtige Brücke, befinden sich Kletterhilfen in den Wänden.
Ich schwelge innerlich in Erinnerungen, da ich genau vor 6 Jahren, während meiner Alpenüberquerung hier vorbeigewandert bin und nicht angehalten habe…..
Innerhalb der mächtigen Festungsmauern können fast alle Räume auf eigene Faust erkundet werden. In vielen Bereichen stehen Informationstafeln (auf Französisch), die die Nutzung des Raumes erklären und oder Teil einer „Schatzsuche“ für Kinder sind.
Auf jeden Fall informativ und absolut beeindruckend. So wandern wir langsam von Raum zu Raum über die verschiedenen Höhenlagen der Festung.
Von der Place d’Armes, mit einem sehr schönen Blick auf das Tal und die darunter liegende Redoute Marie-Thérèse, den Brotbackofen, die Kasernen und die Hochbatterien.
Während dieser Besichtigung der Festung genießen wir auf der Westseite immer wieder traumhafte Aussichten auf das Tal von Avrieux und bis in 7km entfernte Modane.
Am Ende stehen wir auf dem Besucherparkplatz, auf dem es auch Toiletten und eine Touristeninformation gibt.
Fort Charles-Félix
Nur 10 Gehminuten auf dem Sentier des Bâtisseurs aufwärts stehen wir inmitten der Ruine des Fort Charles-Félix. Am „Haupteingang“ steht ein großes Schild, dass das vom Betreten abgeraten wird, aber verboten ist es nicht.
Also klettern wir durch das große Loch in der dicken Außenmauer und erkunden die wenigen Räume der Ruine. Es gibt auch einen Pfad der auf eine Terrasse oder Dach führt von welcher es mal wieder eine herausragende Aussicht zu genießen gibt.
Aufstieg zum Fort Marie-Christine
Der folgende Abschnitt ist der anstrengendste Teil dieses tollen und gut ausgeschilderten Sentier des Bâtisseurs. Es geht ausschließlich aufwärts und das teilweise recht steil.
Mittlerweile ist es auch kurz vor Mittag und die Sonne brennt. Glücklicherweise verlaufen große Abschnitte des Aufstiegs im Schatten eines kleinen Pinienwaldes.
Der schmale Pfad passiert hier auch 2 Hochspannungsmasten, die eifrig vor sich hin knistern. Der Wanderweg schlängelt sich nah der Felsabbruchkante nach oben, sodass wir viel freie Sicht ins Tal haben.
Der ca. 30-minütige zickzack Aufstieg zieht sich, dank Hitze, ganz schön hin. Aber dann erreichen wir die Mauern des guterhaltenen Fort Marie-Christine.
Wir landen außerhalb der Festung und müssen erstmal um die dicken Festungsmauern herum, bis zum Eingangstor laufen. Gibt schlimmeres, denn die Sicht ins Tal wieder Mal grandios!
Innerhalb der Mauern und im Innenhof befindet sich ein niedliches Restaurant. Auch können hier bis zu 66 Übernachtungsgäste im Gite (dt. Herberge) der Festung unterkommen.
Wer keinen Mittagssnack dabei hat, hat hier eine letzte Möglichkeit etwas zu kaufen. Anschließend gibt es nichts mehr bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Da wir unseren eigenen Snack dabei haben, machen wir im Schatten der Burgmauern Mittagspause.
Auf dem „Sentier du plateau d’Aussois“ zum Fort Charles-Albert
Der Wanderweg zum Fort Charles-Albert verläuft wunderbar eben. Parallel zur schmalen Straße, die dank Pinienwald nicht sichtbar ist, wandern wir schön schattig zu Festung Nummer 5 auf dem Sentier des Bâtisseurs.
Nach dem schönen, schattigen Teilstück führt der Weg zwischen die wenigen, alten Steine des Fort Charles-Albert und in die pralle Sonne.
Nach dem Besuch der anderen, großartigen Forts, sind wir etwas enttäuscht von dieser Ruine, denn es ist wirklich nicht viel zu sehen. Schön ist jedoch, dass wir von den Überresten des Turms eine herausragende Sicht, ausnahmsweise mal nach Osten, haben.
Bergab vorbei am Sardischen Friedhof und dem Weiler L’Esseillon
Der weiterhin gut ausgeschilderte Sentier des Bâtisseurs führt hinter einem der erhaltenen Garnisonsgebäude sanft aber stetig bergab und zurück in Richtung Tal.
Der Wanderweg ist breit und einfach zu laufen, aber in der prallen Sonne.
Nach einem kleinen Steinbruch erreichen wir den Sardischen Friedhof. Hier wurden die Soldaten und die Einwohner des Weilers von L’Esseillon begraben.
Stöhnend, wegen der Hitze, wandern wir anschließend wieder einen Hügel berghoch…. Werden, oben angekommen, mit traumhaften Aussichten auf alle anderen Festungen belohnt. Toll!
Ohne dass wir es wirklich mitbekommen haben, hat sich der Himmel zu gezogen.
Der schmale Pfad verläuft am Berghang und hätte es nicht plötzlich angefangen leicht zu regnen, hätte ich dort stundenlang die traumhaften Aussichten genießen können.
So ziehen wir das Tempo an und marschieren in größerem Bogen in den Weiler von L’Esseillon. Da es nun auch vereinzelt donnert, wollen wir doch schnellstmöglich zurück.
Im Weiler stehen wirklich nur eine handvoll Häuser, 2-3 Ruinen und auf einem Felsvorsprung eine steinerne Pyramide, ein Kriegsmahnmal.
Unterhalb des Weilers führt der Sentier des Bâtisseurs in den Pinienwald und wir sind etwas vom Regen geschützt. Total entspannend geht es bergab, vorbei an einem alten Ofen.
Für mich sieht es aus wie ein einfaches Loch im Stein, aber glücklicherweise gibt es auf diesem Weg Hinweistafeln, die die Unwissenden (wie uns) aufklären.
Wir erreichen die ersten Ausläufer des Kletterparks, das Ende einer Zip-Line. Hier könnte man abkürzen und direkt bergab zur Teufelsbrücke wandern. Aber….
Rückweg zum Redoute Marie-Thérèse, vorbei an der alten Teufelsbrücke
Wir folgen aber weiterhin dem Sentier des Bâtisseurs zum letzten Highlight der herausragenden Rundwanderung, der alten Teufelsbrücke.
Um diese zu Erreichen, führt der Wanderweg uns einen ziemlichen Bogen durch den Wald. Wenigstens ist es hier fast trocken und der breite Weg führt sanft bergab. Sehr angenehm zu wandern.
Am Ende der langgezogenen Kurve bietet sich uns eine tolle Aussicht in die tiefe Schlucht der Arc. Dann erreichen wir endlich die Reste der alten Teufelsbrücke. Der Weg hat sich jetzt doch ganz schön gezogen…..
Die Ruinen der Brückenpfeiler sind so zugewachsen, dass der Talgrund kaum sichtbar ist. Wenn man sich gefährlich weit über die Steine beugt und den Talgrund trotzdem kaum sieht, lässt sich erahnen, wie tief es hier heruntergeht…. Fotos geben das aber leider nicht wieder.
Teufelsbrücke über die Arc-Schlucht
Entlang der Schlucht führt der Pfad anschließend zurück zur „neuen“ Teufelsbrücke und dem Ende des Sentier des Bâtisseurs. Nun sind im Kletterpark auch Leute unterwegs und immer wieder hört man das Zischen einer Zipline oder das fröhliche Jauchzen eines Kindes.
Das letzte Stück auf der anderen Schluchtseite geht wieder bergauf, mitten durch die Kletterparcours und zurück zum Redoute Marie-Thérèse, das mittlerweile geöffnet ist. Wir inspizieren als Letztes noch die Zugbrücke und den kleinen Innenhof mit seiner niedlichen Bar.
Toller Abschluss einer herausragenden Wanderung um die 5 Forts von L’Esseillon!
Wanderroute: Sentier des Bâtisseurs um die Forts de L’Esseillon
Start- & Endpunkt: Parkplatz am Redoute Marie-Thérèse
Länge: 11km
Höhenmeter: ↑ 480 / ↓ 480
Schwierigkeit: mittel
Link zu den Details der Wanderroute, aufgezeichnet mit Komoot
Abkürzung des Sentier des Bâtisseurs
Es besteht die Möglichkeit vom Weiler L’Esseillon direkt zur Teufelsbrücke / Pont du Diable abzusteigen. Dies spart ca. 1km / 40 Minuten Wanderungen.
Eine weitere Verkürzung wäre nur möglich wenn Du die Teufelsbrücke komplett auslässt und die Wanderung am Parkplatz des Fort Victor-Emmanuel beginnst und beendest.
Weitere Wanderungen zur Erkundung der Forts de L’Esseillon
Neben dem herausragenden Sentier des Bâtisseurs gibt es weitere schöne Wanderwege zur Erkundung der Forts von L’Esseillon. Diese sind alle wunderbar für Familien und Kinder geeignet!
Promenade de découverte des forts de L’Esseillons
Diese Entdeckungstour ist ideal für Kinder! Man folgt den Spuren von Alessandro, einem sardischen Soldaten, der im Fort Victor Emmanuel stationiert ist.
Start- und Endpunkt sind der Parkplatz am Fort Victor-Emmanuel. Die schön gestalteten Hinweistafeln führen auf dem Hinweg außen an der Festung vorbei, über die Zugbrücke ins Innere des Forts. Anschließend geht es durch die einzelnen Gebäude und Räume zurück zum Ausgangspunkt.
Die Route hat knapp 2km und Du solltest ungefähr 2,5std für diese schöne Erkundungstour planen.
Es gibt in der Touristeninfo von Aussois ein zusätzliches Heft für diese Schatzsuche, zum Preis von € 5.00.
Dieses ist jedoch nicht zwingend, man kann der Schatzsuche auch so sehr gut folgen.
Info & Tipp: Leider sind alle Informationen nur auf Französisch! Mit z.B. Google Lens lässt sich die Schatzsuche, auch ohne Sprachkenntnisse, trotzdem gut verfolgen.
Hier geht es zur detaillierten Beschreibung der Schatzsuche innerhalb des Fort Victor Emmanuel.
Sur les traces du marabout
Der Wanderweg „Sur les traces du marabout / Auf den Spuren des Marabuts“ ist ein Lehrpfad, der die Festungen Fort Marie-Christine, Fort Charles-Albert und den sardischen Friedhof miteinander verbindet. Für diese kurze ca. 3km Wanderung braucht man ungefähr eine Stunde.
Klettern bei den Forts de L’Esseillon
Überall rund um die Forts de L’Esseillon wird geklettert. Das Gelände und die beeindruckende Schlucht der Arc bieten sich aber auch förmlich dafür an. Es gibt einen Kletterpark und verschiedene Klettersteige an den Felsen der Schlucht und um die Forts herum.
Ein einfacher Klettersteig befindet sich sogar entlang der Außenmauer des Fort Victor-Emmanuel (rund um die Zugbrücke).
Hier findest Du alle Infos zum Klettern rund um die Forts von L’Esseillon kurz zusammen gefasst.
Klettersteig des Teufels / Via Ferrata du Diable
Rund um die Forts de L’Esseillon sind verschiedene Kletterrouten entstanden. Zusammengefasst werden die 7 Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade unter dem Namen: Via Ferrata du Diable.
Mit einer Gesamtlänge von 3.760 Metern und der Lage rund um die beeindruckende Arc Schlucht unterhalb der Forts von L’Esseillon, ist die Via Ferrata du Diable einer der schönsten und größten Klettersteige der Alpen.
Öffnungszeiten: Ganzjährig, solange kein Schnee liegt
Eintrittspreis: Kostenfrei
Benötigte Zeit: Für alle 7 Parcours brauchst Du einen Tag (6-8std)
Kletterpark Parcobranche du diable
Direkt neben dem Redoute Marie-Thérèse befindet sich einer der größten Kletterparks / Baumparcoursparks der Region Savoyen.
Der große Kletterpark ist in vier Hauptteile unterteilt:
– Der Parc des Diablotins:
10 Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, speziell für Kinder von 3 bis 6 Jahren konzipiert.
– Le Parc du Diable – Parcours für Kinder (+6 Jahre) und Erwachsene:
21 Parcours mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad inklusive einer 105 Meter langen Zip-Line.
– Zwei Zip-Lines: Die Tyrolienne des Anges (150m hoch und 230m lang) mit beeindruckendem Start am Rand der Arc-Schlucht. Die Paradis-Zip-Line, die höchste und längste Zip-Line der Welt in einem Kletterpark (180 m Höhe vom Start, 150m über dem Fluss, 640m lang).
– Der Angelots-Park : ein Netzpark (ohne Gurt) für Kinder von 18 Monaten bis 8 Jahren.
Mein Tipp: Der Kletterpark ist wirklich riesig und wer alles erleben will, sollte unbedingt einen ganzen Tag für seinen Besuch einplanen. Snacks bekommst Du in der Bar des Redoute Marie-Thérèse.
Öffnungszeiten: Im Juli und August täglich von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.
Im Mai, Juni, September und Oktober nur Samstag und Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr.
Eintrittspreise: € 29.00 für Erwachsene / € 26.00 für Kinder
Achtung: es werden keine Kreditkarten akzeptiert!
Anreise und Parken bei den Forts de L’Esseillon
Von Chambéry, Albertville, Grenoble nimmst Du die Autobahn A43 Richtung Turin/Tunnel du Fréjus.
Ab der Ausfahrt Nr. 30 hältst Du Dich in Richtung Modane und bleibst auch nach dem Ort auf der D1006, der auf der Route des Grandes Alpes, in Richtung Haute Maurienne. Nach ca. für 5 km liegt links der Parkplatz für die Redoute Marie-Thérèse.
Übernachtungstipp: Solltest Du mit dem Camper oder Wohnmobil unterwegs sein, kannst Du auf dem Parkplatz des Redoute Marie-Thérèse auch übernachten. Es gibt einen ausgewiesenen Bereich, nah der Straße. Die ist nachts jedoch kaum befahren. Außerdem gibt es Toiletten und Picknickbänke.
Die kostenfreien, kleineren Parkplätze für die Forts Marie-Christine, Charles Albert, Charles Félix und Victor-Emmanuel, erreichst Du über die alte Festungsstraße zwischen Aussois und Avrieux. Jedes Fort hat einen eigenen, kostenfreien Parkplatz.
Weitere Inspiration in der Umgebung gesucht?
Nicht weit von der beeindruckenden Barrière de l’Esseillon entfernt, befindet sich der Grenzpass Col du Mont Cenis. Hier gibt es einige wunderschöne und herausragende Wanderung, die Du nicht verpassen solltest.
Bist Du eher nach Süden auf der Route des Grandes Alpes unterwegs, bietet sich der aussichtsreiche Col du Télégraphe für einen Zwischenstopp an.
Anschließend folgen der berühmte Col du Galabier und der Col du Lautaret, die Dich nach Le-Monetier-les Bains, im Tal der Guisane und von dort in die absolut sehenswerte Festungsstadt Briançon bringen. Sehr lohnenswerte Ziele für alle, die Natur und Outdoorsport lieben!