Vorbereitung Alpenüberquerung
Fragen und Antworten auf alles, was Du für Dein Wandererlebnis wissen musst
Die Vorbereitung auf eine Alpenüberquerung ist fast ebenso wichtig wie die Wanderung selbst!
Damit Deine Fernwanderung genauso ein Highlight wird, wie es meine Alpenüberquerung für mich war, möchte ich Dir hier hilfreiche Tipps für Deine Vorbereitung geben, denn es gehört einiges an Planung für eine solche Tour dazu.
Natürlich kann man nicht alles bis ins kleinste Detail planen aber es wäre auch schade, wenn Du Deine Alpenüberquerung oder Fernwanderung abbrechen müsstet, nur weil Du nicht richtig vorbereitet gewesen bist.
Meine Alpenüberquerung habe ich im Sommer 2016 gemacht. Ich bin damals alleine in 35 Tagen von Chamonix, über die Alpen bis nach Menton, ans Mittelmeer gewandert.
Ein absolut herausragendes Erlebnis denn meine Route war und ist wirklich noch ein Geheimtipp unter den Alpenüberquerungen!
Ich hatte mich ca. 2 Monate auf meine Fernwanderung vorbereitet, habe eine Menge Wanderbücher gelesen, aber auch bei mir lief nicht alles nach Plan…..
Bei der Vorbereitung für eine Alpenüberquerung geht es nicht nur um die Routenplanung und Übernachtungen. Es gibt noch einige weitere Punkte, die Du beachten und bedenken solltest.

Was ist die beste Reisezeit für eine Alpenüberquerung?
Die beste Reisezeit für eine Alpenüberquerung ist der Spätsommer. Im August und September sollte selbst in den hohen Lagen der Schnee geschmolzen sein. Je nach Route kann auch bereits Mitte / Ende Juni los gewandert werden.
Der E5 von Oberstdorf nach Meran zum Beispiel, sollte auch bereits im Juni gut begehbar sein. Ab Oktober muss mit einem frühen Wintereinbruch gerechnet werden.
Wichtig bei der Vorbereitung einer Alpenüberquerung ist auch, zu beachten, dass je nach Wanderroute Hütten erst ab Juli geöffnet sind oder aber bereits Anfang Oktober schließen.
Viele geführte Wandertouren starten am Wochenende, sodass es sinnvoll ist, Deine Wanderung unter der Woche zu starten.
Gruppen belegen oft einen großen Teil der Betten in den Berghütten. Die Wanderwege sind auch noch etwas leerer, wenn man außerhalb der Schul- und Sommerferien unterwegs ist.

Wieviel kostet eine Alpenüberquerung?
Die Kosten einer Alpenüberquerung können sehr je nach Art und Weise der Tour sehr unterschiedlich sein. Folgende Punkte sind ausschlaggebend für die Gesamtkosten:
- Länge der Route – Je mehr Tage Du unterwegs bist, desto teurer wird die Wanderung
- Wanderst Du alleine oder mit einer Bergschule – Die Kosten einer geführten Tour sind grundsätzlich höher als wenn man Solo wandert
- Wie übernachtest Du – Vom Zelt, über einfache Berghütten, Pensionen oder komfortablen Hotels gibt es oft die Wahl und für jedes Budget eine Option
- An- und Abreise – Öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn sind normalerweise günstiger allerdings je nach Start- und Zielort nicht immer eine Option
- Verpflegung unterwegs – Wer auf Hütten übernachtet, hat oft die Auswahl gleich Halbpension mitzubuchen. Somit sind Frühstück und Abendessen schon abgedeckt. Kosten für das Einkaufen sonstiger Verpflegung liegt wieder in eigenem Ermessen. Unbedingt bei der genug Bargeld mitnehmen. In kleinen Orten oder auch auf manchen Hütten wird nur Barzahlung akzeptiert.
Meine Erfahrung: Ich habe für meine 35 Hütten-Übernachtungen zzgl. 4 Tage Unterkunft am Ende meiner Wanderung in Menton etwas mehr als €1600.- bezahlt. Frühstück war jeden Morgen inklusive und bei vielen Übernachtungen habe ich gleich Halbpension mitgebucht. Mit Anreise und kompletter Verpflegung bin ich insgesamt unter €2000.- geblieben.

Wie lange brauche ich für eine Alpenüberquerung?
Eigentlich sollte die Frage lauten: wie lange will ich für meine Alpenüberquerung brauchen?
Die kürzeste und einfachste Route für eine Alpenüberquerung ist von Nord nach Süd, von Oberstdorf nach Meran auf dem beliebten Wanderweg E5. Diese Strecke kann in 6-8 Tage gewandert werden.
Wer die Möglichkeit und Zeit hat, dem empfehle für mindestens 14 Tage zu wandern. Es braucht seine Zeit, sich an das Gepäck auf dem Rücken und die Wanderroutine zu gewöhnen und es wäre doch schade, genau dann angekommen zu sein.
Meine Erfahrung: Ich war 35 Tage unterwegs und fand diese Zeitspanne sehr gut. In der ersten Woche war ich recht viel mit mir, meinem Rucksack, der Ordnung in meinem Rucksack und auch der Routine in den verschiedenen Hütten beschäftigt.
Erst anschliessend konnte ich alles erst so richtig geniessen, da ich auch den Stress und „den Rest der Welt“ hinter mir lassen konnte.

Routenplanung
Wer sein Zeitfenster für die Alpenüberquerung festgelegt hat, sollte in der weiteren Vorbereitung, zur Bestimmung und Festlegung einer Route als nächstes folgende Fragen beantworten:
- wieviele Kilometer will und kann ich am Tag wandern?
- wieviele Höhenmeter will und kann ich am Tag laufen?
- wieviele Stunden möchte und kann ich am Tag wandern?
Beantworte Dir diese Fragen ehrlich. Eine realistische Selbsteinschätzung ist wirklich wichtig!
Gerade den Punkt mit den Höhenmetern hatte ich bei meiner Planung etwas vernachlässigt. Solche Überschätzung oder Vernachlässigung rächt sich spätestens beim Wandern.
Wer sich nicht sicher ist, sollte Testwanderungen machen. 800 Höhenmeter und 15km hört sich vielleicht nicht viel an, aber mit einem großen Rucksack auf dem Rücken und z.B. praller Sonne, können auch geübte Wanderer schnell an ihre Grenzen kommen.
Wenn Du diese Fragen für Dich entschieden hast, kannst Du in die detaillierte Planung und Vorbereitung für Deine Alpenüberquerung gehen.
Routenplanung für die bekanntesten Alpenüberquerungen
| Route | Etappen | Kilometer |
| E5 / Oberstdorf – Meran | 6-8 | 180 |
| Salzburg – Triest | 28 | 500 |
| München – Venedig | 29 | 550 |
| Alpe Adria Trail / Grossglockner – Muggia | 43 | 750 |
| Via Alpina gelber Weg / Oberstdorf – Triest | 40 | 800 |
| Via Alpina blauer Weg / Riale – Sospel | 61 | 810 |
| Grande Traversata delle Alpi (GTA) | 65 | 1000 |

Brauche ich eine Mitgliedschaft im Alpenverein?
Meine Antwort ist ein eindeutiges Ja! Gerade für eine Alpenüberquerung und die dazugehörigen Vorbereitungen ist eine DAV Mitgliedschaft goldwert.
Natürlich ist diese nicht zwingend, aber die Mitgliedschaft beim DAV bietet Dir unter anderem folgende Vorteile:
- Reduzierte Preise auf den Berghütten: In den DAV Hütten übernachtest Du teilweise bis zu 50% günstiger. Ausserdem offerieren die Alpenvereinshütten ein reduziertes Bergsteigeressen für DAV Mitglieder.
Das Abkommen „Gegenrecht auf Hütten“ vergünstigt Dir die Übernachtung ebenfalls bei hüttenbesitzenden Vereine im Alpenraum wie z.B. dem Gegenstück des DAV in Frankreich (FFCAM), Österreich (ÖAV), Schweiz (SAC) und Italien (CAI). - Versicherungsschutz für alpine Unfälle weltweit inklusive Such-, Bergungs- und Rettungskosten
- In den Bibliotheken des DAV erhältst Du kostenlosen oder vergünstigten Zugriff auf Karten, Führer und Bücher und kannst Dich somit optimal auf Deine Alpenüberquerung vorbereiten
Die Kosten einer DAV Mitgliedschaft hängen von der jeweiligen Sektion ab und liegen ca. zwischen €50 – €80.- pro Jahr.
Meine Erfahrung: Die Mitgliedschaft im Alpenverein hat mir für meine Alpenüberquerung und Vorbereitung wirklich genutzt. Angefangen beim Zusammenstellen der Route habe ich viel Zeit in der Bibliothek des DAV verbracht und das Kartenmaterial studiert. Während der Wanderung konnte sowohl günstiger auf den Hütten übernachten, als auch vergünstigt Essen und Trinken.

Wie anstrengend ist eine Alpenüberquerung?
Anstrengend kann nicht nur der Wanderweg selbst, sondern auch die Vorbereitung zur Alpenüberquerung oder Mehrtagestour sein:
Wer tägliches Wandern und die mit einer Alpenüberquerung verbundenen Höhenmeter nicht gewöhnt ist, für den werden vor allen Dingen die ersten Wandertage recht anstrengend werden.
Eine körperliche Grundfitness sollte man haben, wenn man eine solche Weitwanderung plant.
Aber auch die Vorbereitung und Planung am Computer, Telefon oder Bibliotheken des DAV sind nicht gerade einfach und zeitintensiv.
Anfangen bei der Auswahl der Wanderroute, bis zur Buchung der Unterkünfte gibt es viele Entscheidungen zu treffen und Informationen einzuholen.
Meine Erfahrung: Grundsätzlich organisiere ich sehr gerne. Dies hat mir bei der Vorbereitung sehr geholfen. Die grösste Herausforderung für mich war das Planen der Übernachtungen, da es doch Hütten gibt, die man nur anrufen kann oder aber die nur Italienisch sprechen oder ähnliche Herausforderungen hatten.
Körperlich wurde ich von Tag zu Tag fitter. Nach ca. 10 Tagen unterwegs, musste mich nachmittags, nach Beendigung von kürzeren Etappen, oftmals noch ein bisschen bewegen, da ich mich nicht ausgelastet gefühlt habe.

Wie fit muss ich für eine Alpenüberquerung sein?
Eine Alpenüberquerung ist kein Spaziergang und die Vorbereitung sollte Training beinhalten. Am besten natürlich Bergwanderungen und das mit einem Rucksack und dem für die Wanderung vorgesehenen Wandergewicht.
Wer keine Berge vor der Haustür hat, sollte sich vor allen Dingen um die Kondition kümmern. Diese kann durch regelmäßigen Ausdauersport wie Laufen, Schwimmen und Radfahren gesteigert werden. Jegliche Art der körperlichen Vorbereitung hilft.
Meine Erfahrung: Ich hatte eine Grundfitness durch 1x wöchentlichem Joggen von ca. 10km. Gewandert bin ich vorher hier und da in den Ferien und das nur in den Vogesen oder dem Bergischen Land. Alpine Erfahrung hatte ich absolut keine. Trainiert hatte ich auch überhaupt nicht…..
In den ersten Tagen meiner Fernwanderung habe ich mir gewünscht, etwas besser vorbereitet gewesen zu sein. Vor allem das Gewicht des Wanderrucksacks und die Höhenmeter hatte ich absolut unterschätzt.

Wie und wann buche ich Hütten und andere Unterkünfte?
Je nach Route sollte man früh mit der Vorbereitung, Planung und Buchung der jeweiligen Übernachtungen beginnen.
Auf beliebten Wanderrouten wie z.B. dem Weitwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran, sind häufig schon früh im Jahr alle Schlafplätze in den Hütten ausgebucht. Vor allem an den Wochenenden und Schulferien.
Grundsätzlich müssen DAV Hütten einige Schlafplätze für „Notfälle“ frei halten, sodass man eigentlich immer einen Schlafplatz hat.
Einige Hütten sind über Buchungsportale buchbar, andere sind nur telefonisch erreichbar und es müssen Reservierungen vorab mit einer Anzahlung bestätigt werden.

Meine Erfahrung: Meine Vorbereitung habe ich ca. 2 Monate vor Wanderbeginn gestartet. Nachdem ich grob meine Wanderroute für die Alpenüberquerung festgelegt hatte, habe ich viel Zeit in der Bibliothek des DAV und im Internet bei der Recherche der Unterkünfte verbracht.
Oft habe ich mehrere Streckenabschnitte verschiedener bekannter Wanderwege als Vorlage genommen. So bin ich mehrere Tage auf der Via Alpina und dem Fernwanderweg GR5 gelaufen. Auf deren Internetseiten sind möglich Unterkünfte und auch viele weitere Informationen zu finden, welches die Planung und Vorbereitung erleichtern.
Wichtig ist eine Liste, in welcher alles vermerkt werden kann. Gerne findet ihr hier meine Excel-Liste, die ich für meine Vorbereitung erstellt habe:
Diese fertige Übersicht habe ich vor dem Start auch meiner Familie gegeben, sodass diese immer wussten, wo ich theoretisch jeden Abend ankommen möchte. Natürlich habe ich mich regelmäßig gemeldet, aber nicht überall gibt es Internet.
Da ich eine solche Wanderung noch nie alleine unternommen hatte, war mir ein bisschen Sicherheit wichtig. Ich wollte, dass meine Familie wusste, wo ich mich grob an welchem Tag befand.
Mit der Vorausbuchung auf den Hütten wusste ich auch, dass ich abends irgendwo erwartet wurde. Im Notfall wären also mehrere Menschen im Bilde, was meine Pläne waren und wo ich in den Bergen unterwegs war, wenn ein Lebenszeichen für länger ausbleibt.

Solo über die Alpen oder lieber mit einem Bergführer?
Diese Frage muss jeder für sich selbst beantwortet. Für jemanden, der nur wenig Zeit und Lust für die Vorbereitung und zusätzlich keine Erfahrung mit Wanderungen in den Alpen hat, für den ist ein Bergführer und oder der Anschluss an eine Gruppe, sicherlich eine gute Idee.
Die Teilnahme an einer Gruppenwanderung oder die Buchung eines Bergführers erleichtert nicht nur die Vorbereitung, da sich um alle Buchungen und auch die Tourenplanung gekümmert wird, auch in den beliebten Hütten, sind Kontingente bereits fix gebucht.
So haben auch Kurzentschlossene die Möglichkeit in den beliebten Hütten Platz zu finden, wenn diese auf der Route der gebuchten Tour liegen.
Selbstverständlich ist eine Alpenüberquerung mit einem Bergführer grundsätzlich teurer, da dieser Service bezahlt werden muss.
Alpenüberquerung mit Gepäcktransport
Es besteht auch die Möglichkeit bekannte Alpenüberquerungen alleine zu wandern, aber mit Gepäcktransport.
Das Wandern mit Gepäcktransport bietet den Vorteil, dass man nur mit Tagesrucksack und Wanderproviant unterwegs ist und sich dementsprechend voll und ganz auf sich selbst und die atemberaubende Landschaft konzentrieren kann.
Abends erwartet einen das Hauptgepäck an der nächsten Unterkunft. Sehr praktisch!
Verschiedene Reiseanbieter bieten diesen Service an. Eine solche Buchung inkludiert dann auch gleich die Organisation der Übernachtungen und Informationen zur Route.
Nur Wandern „muss“ man selbst. Je nach Reiseanbieter kann man aber auch nur den Transport des Gepäcks buchen.
Ich persönlich habe diese Art des Wanderurlaubes mit Eurotrek getestet und bin den Chemin des Bisses, die Suonenwanderung im Wallis 8 Tage lang mit Gepäcktransport gewandert. Diese erholsamere Wanderart kann ich absolut empfehlen.

Meine Erfahrung: Für mich war von Anfang an klar, dass ich alleine wandern wollte. Auch auf die Planung und Vorbereitung habe ich mich gefreut. Vom finanziellen einmal abgesehen, wollte ich auch keine der bekannten Alpenüberquerungen wandern, sondern eigene Wege gehen.
Wer Angst hat alleine zu wandern, dem kann ich nur versichern, dass Anschluss an andere Wanderer häufig in den verschiedenen Hütten gefunden werden kann. Für mich war es ebenfalls wichtig, jederzeit in meinem persönlichen Rhythmus wandern zu können und nicht abhängig von einer Gruppe zu sein.

Meine Packliste
Die Vorbereitung und auch Testung des Equipments für Deine Alpenüberquerung sollte ebenfalls frühzeitig in Angriff genommen werden. Wanderschuhe müssen eingelaufen sein und auch mit dem Rucksack und seinen Funktionen sollte man sich vertraut machen.
Da das Wetter in den Bergen jederzeit umschlagen kann, muss man auf jede Wettersituation vorbereitet sein.
Doch nicht nur sollte jegliche Ausrüstung vorab getestet werden, in der Gesamtheit sollte alles so leicht wie möglich sein, denn Du musst es über mehrere Tage auf dem Rückentragen und dabei noch Höhenmeter überwinden.
Aus dem Grund sollte nach folgendem Motto vorbereitet und gepackt werden: so wenig wie möglich, so viel wie nötig!

Grundsätzlich sollte man versuchen nicht mehr als 8 – max. 12kg auf dem Rücken zu tragen.
Untenstehend findet ihr meine Packliste inklusive weitere Informationen, zu den einzelnen Bestandteilen:
Bekleidungspackliste
- 2x lange Wanderhosen (am besten mit ZIP-Off Funktion)
- 2x kurze Wanderhosen (wer bei den langen ZIP-off Wanderhosen hat, kann auf eine kurze Hose verzichten)
- 3x T-Shirts
- 2x Pullover
- Unterwäsche (ich hatte hier 2x Bikinis dabei)
- Regen- / Windjacke
- Regenhose
- 4x Wandersocken
- Turnschuhe – als Alternative zu den Wanderstiefeln z.B. für abends
- Flipflops – für die Badezimmer auf den Hütten aber auch für das Entspannen und Baden in Bergseen geeignet
- Wandersandalen (auf diese hätte ich verzichten können)
- Wanderstiefel: Bereits Jahre vor meiner Alpenüberquerung hatte ich mir die Vorgänger der Jack Wolfskin Damen Vojo 3 gekauft. Diese haben mich ohne Blasen oder sonstige Probleme über die Alpen gebracht.
Seit ca. 3 Jahren trage ich die Lowa Lady Light GTX für alle Bergtouren und kann auch diese Wanderstiefel nur empfehlen.
Meist kann auf den Hütten, in den Badezimmern auch Wäsche gewaschen werden. Je nach Wetter trocknet diese aber nicht bis zum nächsten Morgen. Aus diesem Grund sollte man jedes Kleidungsstück in doppelter Ausführung einpacken.
Packliste Wanderequipment
- Wanderrucksack (35-40l): Das Prinzip sollte sein „so wie möglich, so wenig wie nötig“. Je kleiner der Rucksack, desto effizienter muss man packen und je selektiver muss man bei der Auswahl sein.
Explizit für meine Alpenüberquerung gekauft und immer noch bei allen grösseren Wanderungen in Gebrauch ist der Highland Trail 34 von Jack Wolfskin. Der Rucksack hat ideale Grösse und er sitzt mega angenehm auf meinen Rücken. - Wanderstöcke: Meine Schwester hat mir zum Geburtstag vor über 10 Jahren den Vorgänger der Leki Makalu Wanderstöcke geschenkt. Diese nutze ich immer noch, da ich ein Fan der Drehverschlüsse zur Höhenverstellbarkeit bin und die Stöcke einfach gut in der Hand liegen.
Technisches Equipment
- Handy & Ladegerät – je nach Land muss eventuell auf Adapter geachtet werden
- Wandernavi & Ladegerät / Batterien (alternativ kann dies auch weggelassen werden, wenn die Route in einer App hinterlegt und gespeichert ist)
- Powerbank – nicht auf allen Hütten ist das Aufladen der elektrischen Geräte möglich
- E-Book Reader
- Stirnlampe – falls man nachts auf die Toilette muss oder auch wenn es abends mal spät wird auf dem Wanderweg
Weitere wichtige Dinge für Deine Packliste
- Dünner Schlafsack – nicht zwingend aber ich bin absolut kein Fan der Decken, die man auf Hütten vorfindet
- Hüttenschlafsack – ein absolutes Muss auf fast allen Hütten
- 1. Hilfe Set und persönliche Medikamente
- Kulturbeutel mit dem Notwendigsten (Zahnbürste, Zahnpasta, kleines Shampoo / Duschgel, Sonnencreme)
- Reisehandtuch
- Handwaschmittel
- Sonnenhut
- Sonnenbrille
- Messer
- Wasserflasche
- Bargeld – nicht auf allen Hütten kann mit Karte bezahlt werden.
- Ausweis & Krankenkarte
⇨ Weitere Informationen zu Wanderbekleidung und Equipment findest Du auch in einem detaillierteren Blogbeitrag.
Zusammenfassung
Da ich diesen Beitrag lange nach meiner eigenen Alpenüberquerung geschrieben habe, ist wohl klar, dass ich natürlich nicht alle dieser wertvollen Tipps der Vorbereitung umgesetzt habe.
Wie gesagt, kannst Du eh nicht alles planen, aber eine gewisse Vorbereitung für Deine Alpenüberquerung ist absolut wichtig und notwenig denn die Berge sind nicht nur schön sondern können auch echt gefährlich sein.
Lies doch einfach nach, wie es mir ergangen ist. Ich hoffe, mein Bericht der Alpenüberquerung hilft und inspiriert Dich!